Einbruchssicherheit: Aktionstag der Polizei zur Prävention

Zur Sicherheit vor Diebstahl und Einbruch bietet die Polizei eine umfangreiche Beratung am. Dazu gibt es einen Aktionstag am Mittwoch (20. Mai).
„Warum soll denn bei mir jemand einbrechen?“ – „Bei mir gibt’s eh nichts zu holen.“ – „Sollen sie ruhig kommen – hier finden sie nichts!“
Sätze wie diese fallen häufig in Gesprächen, wenn es um das Thema „Wohnungseinbruch“ und vor allem den Schutz vor Einbrüchen geht. „Wer hätte denn gedacht, dass bei uns eingebrochen wird?“, ist eine Aussage, die viele Polizistinnen und Polizisten im Rahmen der Tatortaufnahme nach Wohnungseinbrüchen ähnlich oft hören. Die Antwort lautet: „Hinterher ist jeder klüger.“
Oftmals hätten Taten verhindert werden können. Zum einen wäre das möglich durch technische Sicherungen, zum anderen aber auch durch bewussteres Handeln der Bewohner. Was häufig unterschätzt wird, ist die Wirkung, die Wohnungseinbrüche auf die Opfer haben können.
Dabei müssen nicht zwingend enorme Bargeldbestände oder wertvoller Schmuck, der sich seit Generationen im Familienbesitz befindet, gestohlen und das komplette Haus verwüstet werden. Es reicht das Wissen, dass ein Fremder unbefugt die eigene Privatsphäre verletzt hat. Den persönlichen Rückzugsort. Den Ort, der Sicherheit und Geborgenheit bietet. Häufig berichten Einbruchsopfer, dass der Sachschaden oder der Wert der gestohlenen Gegenstände nicht allzu hoch sei – der entstandene psychische Schaden jedoch ungleich höher.
Gerade wegen dieser Folgen startete das Hessische Innenministerium die Kampagne „Gemeinsam sicher vor Diebstahl und Einbruch“. Diese Initiative setzt zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs auf eine Kombination aus Prävention, Repression und moderner Technik. Bürgerinnen und Bürger sollen durch diese Kampagne für das Thema sensibilisiert werden. Unter anderem durch landesweite Aktionstage, Aufklärungsvideos in den „sozialen Medien“ und Infostände wird auf den Schutz vor Wohnungseinbrüchen hingewiesen.
Ein solcher landesweiter Aktionstag findet am Mittwoch (20. Mai) statt. Auch das Polizeipräsidium Mittelhessen beteiligt sich mit verschiedenen Aktionen an der Initiative. Das gesamte Angebot ist kostenfrei und soll dazu dienen, Häuser und Wohnungen besser gegen Wohnungseinbrüche zu sichern.
Im Einkaufszentrum des Kaufparks Wehrda „Im Schwarzenborn 2“ in Marburg bieten am Vormittag des 20. Mai der kriminalpolizeiliche Berater Andreas Marx und der Marburger Schutzmann vor Ort Manuel Starke, mit einem Beratungsstand ebenfalls eine Möglichkeit sich umfassend zu informieren oder aber einen Termin für eine Vor-Ort-Beratung zu vereinbaren. Am Nachmittag hält Marx dann in der Zeit von 14 bis 16 Uhr im Bürgerhaus in Wetter-Warzenbach zudem einen Vortrag über wirksamen Schutz vor Einbrechern. „Insbesondere in den eigenen vier Wänden sollen sich die Menschen so sicher wie möglich fühlen“, betonte Hessens Innenminister Roman Poseck bei der Vorstellung der Kampagne „Gemeinsam sicher vor Diebstahl und Einbruch“.
Oftmals sind es bereits kleine Dinge, die jede und jeder zuhause beachten kann, um das Haus oder die Wohnung für Einbrecher unattraktiv zu machen. Damit sind nicht zwingend technische Nachrüstungen verbunden. Die kriminalpolizeilichen Beraterinnen und Berater können Ihnen hier viele nützliche Tipps geben. „Prävention ist nicht messbar“, sagt ein alter Spruch. „Doch Prävention ist immer noch der beste Schutz.“

* pm: Polizei Marburg

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