Lebende Legenden: „Dritte Wahl“ trat im KFZ auf

Die Punkband „Dritte Wahl“ trat am Freitag (23. März) im KFZ auf. Die Gruppe aus Rostock ist derzeit auf ihrer „Elfentanz-und-Tortenschlacht“-Tournee.

Junge und alte Punkrockfans versammelten sich im Kulturladen KFZ. Eingestimmt für den Abend wurde das Publikum von der Vorband „The Screwjetz“. Ihr Punkrock verschaffte den Anwesenden einen vagen Vorgeschmack für später.
Mit viel Jubel empfingen Fans danach die Musiker von „Dritte Wahl“ auf der Bühne. Schon seit 30 Jahren spielen die Punkrock-Urgesteine Konzerte. Bereits nach wenigen Akkorden herrschte ausgelassene Stimmung.
Sänger Gunnar Schröder sorgte mit seiner rauen Stimme für viel Energie in den Liedern. So gehört es sich für Punkrock. Rollende Basslines jagte Basist Stefan Ladwig den Zuschauern entgegen.
Dementsprechend bildeten sich vor der Bühne durchgehend Moshpits. Tobend sprangen die Fans ins Getümmel.
Aus alten Klassikern und Liedern vom neuen Album „10“ erzeugten die Künstler eine abwechslungsreiche Mischung. Zwischen die überwiegend härteren Stücke wurden auch Punk-Balladen eingebaut.
Einigen Zuschauern kam das sicherlich gelegen. Während eines zweistündigen Konzerts kann man nicht ohne Pause Vollgas geben. Natürlich gaben die Fans trotzdem alles.
Da wurde geklatscht, gebrüllt und gesprungen. Außerdem gab es einige Fans, die sich beim Crowdsurfing von der Menge tragen ließen.
Spätestens nach dem Song „Wo ist mein Preis“ waren die T-Shirts der Zuschauer durchgeschwitzt. Das Publikum erwies sich über das ganze Konzert hinweg als sehr textsicher.
Nach „Zeit bleib stehen“ sang das Publikum das Lied noch lange weiter. Besonders gute Stimmung entstand auch beim Song „Fliegen“.
In seinen Zwischenreden sorgte Schröder mit netten Witzen weiter für gute Stimmung. Außerdem bekannte die Band klar Flagge gegen Pegida und die AfD.
Der Song „Greif ein“ verdeutlicht die politischen Ansichten der Band. „Weg mit dem Nazi-Pack!“ lautet eine Zeile aus dem Lied.
Gegen Ende tropfte Schweiß von der Decke. Alles andere wäre verwunderlich gewesen bei dem hohen Tempo, das die Band vorgab.
Mit letzter Kraft applaudierten die Zuschauer der Band, als sie sich verabschiedete. Vollkommen verausgabt, aber auch sehr zufrieden, verließ das Publikum den Saal. Für diejenigen, die auf schnellen, rockigen Sound stehen, war der Abend ein wahres Fest.

* Jan Wandel

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