Zugestimmt: Kaufvertrag für Lokschuppen unterzeichnet

Die Drehscheibe Lokschuppen GbR übernimmt den Ringlokschuppen und das Werkstattgebäude auf dem Waggonhallenareal. Ebenso wie die Waggonhalle soll das ganze Gelände saniert werden.

Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages haben der Lokschuppen und das angrenzende Werkstattgebäude auf dem Marburger Waggonhallenareal den Besitzer gewechselt. Die Drehscheibe Lokschuppen GbR übernimmt die beiden Gebäude. Damit ist es der Stadt gelungen, die dringend sanierungsbedürftige historische Bausubstanz passend zum kulturellen Umfeld zu erhalten.
Im vergangenen Sommer hatte der Magistrat unter Beteiligung von Nachbarn, Nutzern, Bürgerinnen und Bürgern, Fachleuten und Parlament eine beispielgebende Konzeptausschreibung durchgeführt. Wesentliche Kriterien für die Entscheidung waren Denkmalschutz, Architektur, Gestaltung, städtebauliches Konzept, Art der Nutzung, Wirtschaftlichkeit, Realisierungszeitraum und energetisches Konzept. Im Zusammenhang mit der städtischen Sanierung der Waggonhalle soll das gesamte Areal saniert und zu einem attraktiven Ort weiterentwickelt werden.
Der neue Eigentümer, die Bietergemeinschaft Drehscheibe Lokschuppen GbR, war aus diesem Verfahren mit ihrem Nutzungskonzept erfolgreich hervorgegangen. Mit dem Kaufvertrag vom Dienstag (13. März) verpflichtet sich die GbR dazu, das Nutzungskonzept gemäß dem Verfahren der Konzeptausschreibung umzusetzen.
Nachdem die Stadtverordnetenversammlung im Herbst den Verkauf beschlossen hatte, waren umfangreiche Vertragsinhalte mit komplexen Detailfragen zwischen den Akteuren Stadt, GeWoBau als Sanierungsträger und Treuhänder, Schneider und C + P zu klären. Diese konnten nun abgeschlossen werden. Parallel dazu wurden die Planungen der Bietergemeinschaft maßgeblich vorangetrieben.
Um ausreichend Parkraum zu sichern, soll über der bereits jetzt bestehenden Parkplatzfläche am Waggonhallengelände ein Parkdeck errichtet werden. Die Bietergemeinschaft erhält ein Erbbaurecht, baut das Parkdeck über der bestehenden Parkfläche und gibt der Stadt ein kostenfreies Nutzungsrecht für die bereits bestehenden Parkplätze.
Darüber hinaus wurde eine Mitnutzung für das Parkhaus der Käthe-Kollwitz-Schule außerhalb der Unterrichtszeiten vereinbart. Der Zugang und die Erreichbarkeit der benachbarten Waggonhalle werden nicht beeinträchtigt.
Gemeinsames Ziel war es laut Stadt, ein Modell zu finden, das eine einheitliche und soziale, aber gleichzeitig auch betriebswirtschaftlich darstellbare Kostenstruktur für alle Nutzerinnen und Nutzer des Waggonhallenareals beinhaltet.
Mit diesen Schritten hat die Stadt die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Schneider und C+P ihr Konzept konkretisieren, umsetzen und mit Leben füllen können. Darüber hinaus hat sie mit dem Verkauf des Lokschuppens ein wichtiges Ziel im Rahmen der Stadtsanierung erreicht. Der denkmalgeschützte und für das Waggonhallenareal ganz wesentlich prägende Lokschuppen wird erhalten sowie revitalisiert. Das gesamte Waggonhallenareal als zentraler Ort für Marburgs Stadtgesellschaft und für Gäste erfährt die dringend nötige Wiederherstellung und Aufwertung.

* pm: Stadt Marburg

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