Im Pilgrimstein beim Fußgängerübergang an der Einmündung in die Biegenstraße möchte Jana Trommer ihre nächste „Kunstaktion“ für Klimaschutz durchführen. Stattfinden soll sie am Freitag (20. März) von 16.30 bis 16.45 Uhr.
Mit ihrer – immer gleichen –
„Kunstaktion“ möchte Jana Trommer „die Störungen durch die Klimakrise“ symbolisieren und „auf die Gefahren durch fehlenden Klimaschutz“ hinweisen. Zugleich fordert sie von der Bundesregierung, ernsthafte Schutzmaßnahmen durch Klimaschutz zu ergreifen.
„Ich werde dann die Straße über eine grüne Fußgängerampel betreten und die Fahrbahn nicht wieder verlassen“, kündigte die Marburger Psychologin am Dienstag (17. März) an. „Ich werde meine Hände weiß einfärben und über meinen Kopf halten. Ich symbolisiere damit meine Hilflosigkeit gegenüber ausbleibenden Klimaschutz und meine Trauer über alle Verluste von Leben und Vielfalt durch die Klimakrise.“
Wenn die Autos Grün erhalten, werde sie nicht weiter gehen. „Ich werde mich zum Ausdruck meiner Gewaltfreiheit hinsetzen und die Hände heben“, schrieb Trommer. „Ich werde mich nicht festkleben oder auf andere Weise schwer machen oder mit Gegenständen verbinden. Vielleicht lege ich mich hin, wenn alle Autos stehen. Vielleicht singe ich etwas. Ich werde vor 16.45 Uhr nicht freiwillig aufstehen und gehen. Wenn ich davor von der Straße getragen oder gezogen werde, werde ich versuchen, dorthin zurückzukehren.“
Sie werde sich in jedem Moment strikt gewaltfrei verhalten, versprach Trommer. „Ich maskiere mich nicht. Ich werde der Polizei meinen Namen nennen und meinen Ausweis zeigen. Ich bin bereit, eventuelle juristische Konsequenzen zu tragen – weil ich mein Verhalten als Akt Zivilen Ungehorsams in der Klimakrise, gegen die unsere Regierung zu wenig unternimmt, um Menschen zu schützen, für legitim halte. Ich handle für meine Kinder und für andere Kinder, für Menschen in anderen Weltregionen und für noch gar nicht geborene Lebewesen, für Pflanzen und Tiere. Wenn der Staat meinen Protest bestraft statt Menschen vor der Klimakrise zu schützen, sind Straf- oder Bußgeldverfahren Teil meines Protests.“
Mit diesen – immer gleichlautenden – Sätzen kündigt Trommer bereits seit Monaten ihre allwöchentlichen Aktionen an. Trotz ihrer „Verzweiflung“ findet sie aber keine anderen Formulierungen als ihre langen Bandwurmsätze. Genau so hat sie auch ihre Aktion am Freitag (20. März) von 16.30 bis 16.45 Uhr am Pilgrimstein angekündigt.
* pm: Jana Trommer, Marburg