Unchristlich verbraten: Sparen am Klimaschutz kommt teuer

Europas Wälder brennen. Hitze lässt die Ernte auf den Feldern verdorren.
Zehntausende sterben allein in deutschen in Altenheimen. Die sintflutartigen Regenfälle im Ahrtal und in der Eifel sind gerade einmal fünf Jahre her. Krieg wütet in der Ukraine und im Iran sowie im Sudan.
All das mutet beinahe apokalyptisch an. Doch diese Plagen kommen von keinem Gott; sie sind menschengemacht. Menschen haben es auch in der Hand, daran etwas zu ändern!
Doch anstatt dem Klimawandel konsequent entgegenzuarbeiten, lässt der angeblich christliche Bundeskanzler die Menschen in der Gluthitze schmoren. Stattdessen verspricht er denjenigen Vergünstigungen, die durch ihre räuberische Wirtschaftsweise maßgeblich mit verantwortlih sind für den Raubbau an der Natur und für die mörderische Klimakatastrophe. Zugleich bläst Friedrich Merz immer wieder ins Horn rechtspopulistischer Hetze gegen Migration und wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz.
In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen Landtagswahlen an. Dort ist die sogenannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) laut Umfraggen derzeit stärkste Partei. Sie kocht ihre vergiftete Suppe auf den Ängsten der Bevölkerung vor Veränderungen, deren Leidtragende sie zu werden drohen.
Auch in Marburg machen sich viele Sorgen um ihre Zukunft. Die Lebenshaltungskosten seigen stetig weiter an. Dennoch möchte Merz einsparen bei den Sozialsystemen und der Gesundheitsvorsorge.
Die gigantische Aufrüstung der deutschen Bundeswehr will die Regierung aus den – ohnehin klammen – Taschen der bereits benachteiligten Bevölkerungsgruppen finanzieren. Alleinerziehende bekommen möglicherweise keinen Unterhaltsvorschuss mehr und Behinderte keine individuelle Assistenz. Alte Menschen sollen länger schuften, bevor sie in Rente gehen.
Gewerkschaften und Sozialverbände wollen dieses „Reformpaket“ der Bundesregierung am Mittwoch (26. August) zurückschicken an seinen Absender. Wenn wirklich mehr Geld für das Militär benötigt wird, dannn wäre es nur gerecht, wenn diejenigen dafür zur Kasse bebeten würden, deren Reichtum damit verteidigt werden würde. Zudem sollten die Verursacher auch aufkommen für die Folgen des Klimawandels, der letztlich auch die Wirtschaft ebenso wie die Gesundheit der Menschen bedroht!
Konsequenter Klimaschutz, eine gerechte Besteuerung höherer Einkünfte und Vermögen sowie großer Erbschaften sind der Lackmustest für die Demokratie: Wenn keine Vermögenssteuer und kein höherer Spitzensteuersatz durchgesetzt wird, dann darf nan das als Defizit der Durchsetzung demokratischer Gleichheitsrechte diskreditieren. Eine käufliche „Demokratie“ ist letztlich keine Demokratie!

* Franz-Josef Hanke

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