Agenten des Alters: Kreisseniorenrat zog Bilanz nach einem Jahr

Der Kreisseniorenrat blickt auf ein arbeitsintensives und erfolgreiches Jahr zurück. Seine Arbeit hat er am Montag (16. März) zusammengefasst.
Seit seiner konstituierenden Sitzung am 20. Mai 2025 ist der Kreisseniorenrat im Landkreis aktiv. In dieser ersten Sitzung wurden die organisatorischen Grundlagen geschaffen und zugleich wichtige Weichen für die inhaltliche Arbeit gestellt. Ein zentraler Schritt war die Durchführung eines Workshops am 17. Juli 2025. Dort legten die Mitglieder des Kreisseniorenrats die inhaltlichen Schwerpunkte für die kommenden Jahre fest.
Im Fokus stehen insbesondere die Mobilität und Teilhabe älterer Menschen in der Gesellschaft, die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie Strategien gegen Einsamkeit im Alter. Ebenso wurden die Themen Wohnen und Gemeinschaft als wesentliche Anliegen der älteren Generation definiert. Zu diesen Themen haben sich regionale Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Fragestellungen und Schwerpunkten gebildet.
Im Oktober 2025 beriet der Kreisseniorenrat die überarbeitete Satzung und stimmte der Vorlage zu. Damit wurde die Arbeitsgrundlage für die weitere Arbeit gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit war die Vorbereitung und Durchführung von drei Podiumsdiskussionen im Vorfeld der Kommunalwahl im März 2026. Ihr Ziel war, zentrale Anliegen älterer Menschen mit kommunal verantwortlichen Politikerinnen und Politikern zu diskutieren.
Dabei standen insbesondere Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, Mobilität und Nahverkehr, Gesundheits- und Pflegeversorgung, bezahlbarer und altersgerechter Wohnraum, gesellschaftliche Teilhabe sowie digitale Teilhabe im Mittelpunkt. Auch die gesundheitliche Vorsorge im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels wurde intensiv thematisiert. Darüber hinaus formulierte und versandte der Kreisseniorenrat einen offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten zur Diskussion um die mögliche Abschaffung oder Leistungskürzung des Pflegegrads 1. Damit setzte der Seniorenrat ein deutliches Zeichen für den Erhalt notwendiger Unterstützungsleistungen für ältere und pflegebedürftige Menschen.
Auf der Messe „MEMOlife“ Ende Januar 2026 waren der Kreisseniorenrat vor Ort und stellte seine Arbeit vor. Neben vielen Gesprächen mit den Besuchern konnte er das Thema „Fit im Alter in Theorie und Praxis“ präsentieren. Landrat Jens Womelsdorf dankt den Mitgliedern des Kreisseniorenrats für ihr vielfältiges Engagement. Das Gremium sei ein wichtiges Bindeglied zwischen älteren Menschen auf der einen Seite und der Kreispolitik auf der anderen Seite.
„Für mich sind die Perspektiven und die Meinung dieses Gremiums sehr wichtig“, betonte der Landrat. Sein Dank gilt auch ausdrücklich den Menschen, die bei der Wahl für das Gremium kandidiert hatten aber nicht gewählt wurden. „Demokratie lebt vom Mitmachen und von der Bereitschaft, sich einzusetzen und aktiv zu werden“, erklärte Womelsdorf.
Der Kreis-Seniorenrat versteht sich als starke Stimme der älteren Generation im Landkreis. Auch im kommenden Jahr wird er sich mit Nachdruck für eine altersgerechte, solidarische und zukunftsorientierte Kommunalpolitik einsetzen. Weitere Informationen gibt es auch Online unter www.marburg-biedenkopf.de/soziales_und_gesundheit/senioren/kreisseniorenrat_7701.php.

* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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