Stadt des Sports: Japanische Studierende besuchen Marburg

Sport-Studierende aus Japan lernen die „Sportstadt“ Marburg kennen. Diesen Austausch haben die Stadt Marburg und die Philipps-Universität ermöglicht.
Marburg ist eine Sportstadt: Wer in der Universitätsstadt sportlich aktiv sein möchte, hat dazu vielfältige Möglichkeiten. Aktiv werden können Interessierte das unter anderem auf zahlreichen Sport- und Freizeitanlagen, bei offenen Bewegungsangeboten, in rund 150 Vereinen oder beim Hochschulsport. Von der Vielzahl an Angeboten haben sich Sport-Studierende aus Japan einen Eindruck gemacht.
Für die Praxisphase sind sie nach Deutschland gekommen, um die Vereins- und Hochschullandschaft Marburgs kennenzulernen: Sport-Studierende der Tenri-Universität in Japan waren sieben Tage zu Gast in der Universitätsstadt. Dafür haben die Stadt Marburg sowie die Philipps-Universität Marburg einen nachhaltig fachlichen sowie kulturellen Austausch ermöglicht.
Die Studierenden betreiben unterschiedliche Sportarten. Darunter sind Tanz, Fußball, Volleyball, Baseball und Handball sowie Judo und Karate. In Marburg nahmen sie beispielsweise am Sportunterricht verschiedener Schulen und an Trainingseinheiten in Marburger Sportvereinen sowie des Sportkreises teil. Sie besuchten unter anderem ein Bundesliga-Fußballspiel sowie ein Basketballspiel des Basketball-Clubs BC Marburg e.V. Sie erhielten Einblicke in den Schulsport, erlebten eine Stadtführung und wurden im Rathaus von Stadträtin Kirsten Dinnebier empfangen.
Der Praxis-Austausch fand bereits zum 13. Mal statt. Das Programm, für das sich Studierende der Tenri-Universität bewerben können, wird in der Regel jährlich umgesetzt. Dafür übernimmt die Stadt Marburg die Koordination.
Sie hält die Kontakte zu Marburger Sportvereinen vor und unterstützt die Kooperation aktiv. Dabei soll auch ein Einblick in die Arbeit der Stadtverwaltung gegeben werden. Ziel ist außerdem, ein Verständnis von Sport und Bewegung zu vermitteln, das einen Fokus auf Gesundheitsförderung und Breitenorientierung statt primär auf Wettkampf legt.
Die Philipps-Universität stellt Sporteinrichtungen – insbesondere Sporthallen und Räume – für sportpraktische Einheiten im Unistadion, zur Verfügung und organisiert ein Nacht-Fußballturnier. Darüber hinaus werden die Studierenden in Studienveranstaltungen des Fachbereichs Motologie und Sportwissenschaften eingebunden. Unter anderem haben Tänzerinnen der Gruppe aus Japan ebenso wie die Tanzgruppe der Philipps-Universität mit einem Tanz-Beitrag das Abendprogramm mitgestaltet.
Initiiert wurde der Praxis-Austausch von Prof. Satoshi Morimoto, der 2024 verstorben ist. Die Wurzeln der Zusammenarbeit liegen in der langjährigen Verbindung zwischen der Philipps-Universität Marburg und der Tenri-Universität, insbesondere im Bereich Religionswissenschaften. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein eigenständiger Austausch mit Sport- und Bewegungsschwerpunkt.

* pm: Stadt Marburg

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