Bedingungen erklärt: 2. Familien-Medientag vermittelte gemeinsame Erfahrungen

Auf reges Interesse traf der zweite „Familien-Medientag“ von Kreis und Stadt Marburg. Familien konnten dabei gemeinsam in die digitale Welt eintauchen.
Die Gelegenheit, Sich aktiv mit digitalen Medien auseinanderzusetzen, haben rund 110 Kinder, Jugendliche und ihre Familien aus der Universitätsstadt Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf beim „Familien-Medientag“ genutzt. Organisiert von den Mediennetzwerken „*klick*“ der Stadt und „Medisa“ des Landkreises bot er eine Mischung aus Wissensaustausch, Kreativität und gemeinschaftlichem Erleben. Die Veranstaltung richtete sich an Familien mit Kindern ab sechs Jahren und umfasste ein abwechslungsreiches Programm.
Der „Familienmedientag“ bot damit ein spannendes, aber auch lehrreiches Erlebnis für die gesamte Familie. „Solche Angebote stärken nicht nur die Medienkompetenz, sondern fördern auch das Verständnis innerhalb der Familie“, betonte Landrat Jens Womelsdorf. „Das große Interesse sowie die positiven Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher freuen uns sehr und zeigen den großen Bedarf.“
Medien werfen in Familien viele Fragen und manchmal auch Konflikte auf. „Die Chance liegt im Gespräch miteinander – im Zuhören und im Begleiten, gerade in einer Medienwelt, die sich seit der Kindheit der Eltern rasant verändert hat“, betonte Bürgermeisterin Nadine Bernshausen. „So wächst Medienkompetenz dort, wo Eltern und Kinder einander Zeit, Aufmerksamkeit und Vertrauen schenken.“
Die Teilnehmenden haben sich unter anderem spielerisch mit Robotik beschäftigt, sich bei Mitmachstationen mit „Künstlicher Intelligenz“ beschäftigt und einen Drohnen-Parcours ausprobiert. Ein Bereich für Familien, um gemeinsam Videospiele zu spielen, gab es ebenso wie die Möglichkeit, einen „Stop-Motion-Filme“ zu drehen. Stop-Motion ist eine Filmtechnik, bei der eine Illusion von Bewegung erzeugt wird, indem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden.
An der Selfie-Station bot sich die Möglichkeit, sich zu verkleiden und Erinnerungsfotos zu machen. Zusätzlich vermittelten verschiedene Quizze und Infostände Wissen zu Mediennutzung und Sicherheit. Der Vortrag für Eltern „Aufwachsen zwischen Likes und Livestream“ des Instituts für Medien und Kommunikation Hessen gab wichtige Einblicke, denn viele Diskussionspunkte zwischen Eltern und Kindern sind nicht neu. Durch digitale Plattformen verlagern sich Inhalte jedoch ins Internet, sind permanent verfügbar und unübersichtlicher. Verschiedene Institutionen und Beratungsstellen präsentierten in den Räumen des Jugendtreffs ihre Angebote und standen für Fragen zur Verfügung.

* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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