Impulsgeber: Uni Marburg bringt Europa voran

„Europäische Hochschulallianzen stärken“ heißt eine Konferenz am Mittwoch (14. Dezember) in Brüssel. Die Marburger stellten Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Evelyn Korn und die studentische Vizepräsidentin Lara Zieß die Hochschulallianz „EUPeace“ vor.
„EUPeace“ besteht aus neun Institutionen in sieben über Europa verteilten Ländern. Die Mission der Hochschulallianz ist es, Menschen Fähigkeiten, Wissen und Erfahrung zu vermitteln, um Frieden, Gerechtigkeit und inklusive Gesellschaften zu gestalten. Die Hochschulallianz umfasst alle Wissenschaften und Fachgebiete, von den Geistes- und Sozialwissenschaften über die Natur- und Lebenswissenschaften bis hin zum Ingenieurwesen und basiert auf drei Hauptzielen: EUPeace als gelebter Bestandteil des Lehrplans und Rahmen für studentische Erfahrungen zur Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und inklusiven Gesellschaften; EUPeace als Raum für interdisziplinäre internationale Forschung mit starker gesellschaftlicher Wirkung; EUPeace als dauerhafter gemeinsamer Weg für die Partnerinstitutionen.
Mitgliedsuniversitäten von „EUPeace“ sind die Philipps-Universität Marburg, die Justus-Liebig-Universität Gießen, Université de Limoges in Frankreich, Università della Calabria in Italien, Universidad Pontificia Comillas in Spanien, Západoceská univerzita v Plzni in Tschechien, Sveuciliste u Mostaru in Bosnien und Herzegowina, Çukurova Üniversitesi in der Türkei und die Univerzitet u Sarajevu in Bosnien und Herzegowina. Die wiederaufgebaute Brücke von Mostar findet sich im Logo von EUPeace wieder und steht sinnbildlich für die Kraft des Dialogs, der Konflikte überwinden kann. „EUPeace“ ist ko-finanziert durch die Europäische Union.
Betreff: Wissenschaftsminister Timon Gremmels: Europäische Hochschulallianzen stärken Wissenschaftsminister Timon Gremmels:
Europäische Hochschulallianzen stärken Internationale Konferenz in Brüssel unterstreicht die Bedeutung des Förderprogramms Erasmus+
Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels setzt sich in Brüssel für eine starke Ausstattung des EU-Förderprogramms „Erasmus+“ über die laufende Haushaltsperiode hinaus ein. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern hessischer Hochschulen wirbt er für eine ambitionierte Finanzierung der Leitinitiative „Europäische Hochschulallianzen“, deren aktueller Förderrahmen im Jahr 2027 ausläuft. In Brüssel wird zur Zeit über den Haushalt 2028 bis 2034 und die Erasmus+ – Verordnung neu verhandelt.
Um die Bedeutung des EU-Programms „Erasmus+“ für Europa und für die Weiterentwicklung des europäischen Hochschulraums zu unterstreichen, richtete Wissenschaftsminister Gremmels am Mittwoch (14. Januar) gemeinsam mit den hessischen Hochschulen, die Teil Europäischer Hochschulallianzen sind, in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel eine Fachveranstaltung mit hochkarätigen Stakeholdern aus dem Bereich der EU-Bildungs- und Wissenschaftspolitik aus.
„Mehr denn je braucht Europa grenzüberschreitende Zusammenarbeit insbesondere in Wissenschaft und Forschung“, erklärte Gremmels. „Erasmus+ und die Europäischen Hochschulallianzen bieten dafür enormes Potential. Dank der EU-Förderung haben hessische Hochschulen zahlreiche internationale Projekte angestoßen, von denen Studierende, Hochschulen und die Gesellschaft profitieren.“
Gemeinsam mit europäischen Partnern entwickeln sie Lösungen für zentrale Zukunftsfragen. Die Projektthemen reichen von Nachhaltigkeit, Klimaschutz, über Friedens- und Konfliktforschung, Digitalisierung und Gesundheitsinnovationen bis hin zu Fragen der Wissenschaftstransfers und Zusammenarbeit mit Unternehmen und regionalen Partnern. „Deshalb setze ich mich entschieden für ein starkes Erasmus+ und leistungsfähige Europäische Hochschulallianzen auch in der kommenden Förderperiode ein.“
Basis für eine erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind dabei Lösungsmodelle, die helfen bürokratische Hürden und nationale Regelungen möglichst gut zu überwinden. „Erasmus+“ geförderte Pilotprojekte hatten in den vergangenen Jahren den Auftrag, Konzepte für vertiefte europäische Zusammenarbeit im Hochschulbereich zu erproben, an denen auch hessische Allianzen beteiligt waren. Auf der Konferenz in Brüssel stellen Vertreterinnen und Vertreter der hessischen Hochschulen ihre Projekte vor und berichten über die vielfältigen Initiativen und internationalen Kooperationen, die durch die EU-Förderung entstanden sind. Zahlreiche hochrangige Gäste aus der Europäischen Kommission, den hessischen Hochschulen und vielen weiteren Universitäten nahmen an der Konferenz teil. „Wir hessischen Hochschulen liegen mitten im Herzen Europas“,
. „Mit unseren europäischen Allianzen haben wir uns erfolgreich auf den Weg gemacht, Hochschulbildung auf europäischer Ebene neu zu denken – und neu zu leben: als europäische Hochschulen“,, sagte Präsident Prof. Dr. Arnd Steinmetzvon der Hochschule Darmstadt „European University of Technology“. „Wir ebnen den Weg, damit unsere Studierenden künftig problemlos an mehreren Standorten studieren können. In Lehre, Forschung und Verwaltung nähern wir uns bereits länderübergreifend einander an. Dabei bringen wir die Erfahrungen und Werte des deutschen Hochschulsystems in dieses neue europäische Konstrukt ein. Als starke wissenschaftliche Allianzen stehen wir für Innovation, Freiheit und Demokratie und tragen dazu bei, Europa nachhaltig zu stärken.“
Das Programm „Erasmus+“ ist das zentrale Förderinstrument der Europäischen Union für Bildung, Jugend und Sport. Es unterstützt unter anderem Studien-
und Lehraufenthalte im Ausland, internationale Kooperationen sowie innovative Bildungsprojekte. Ein besonderer Schwerpunkt im Hochschulbereich liegt auf den Europäischen Hochschulallianzen: diese langfristigen Zusammenschlüsse von Hochschulen aus verschiedenen europäischen Ländern entwickeln gemeinsam neue Formen von Studium, Lehre, Forschung und Wissenstransfer. Ziel der Allianzen ist es, einen europäischen Bildungsraum zu schaffen, in dem Studierende, Lehrende und Hochschulpersonal grenzüberschreitend zusammenarbeiten, Lehrangebote gemeinsam nutzen und internationale Kompetenzen erwerben können. Im Fokus steht die verstärkte Mobilität. Hessen zählt mit sechs geförderten Europäischen Hochschulallianzen, an denen insgesamt sieben hessische Hochschulen beteiligt sind, zu den besonders erfolgreichen Bundesländern in dieser Förderlinie.

* pm: Philipps-Universität Marburg

Kommentare sind abgeschaltet.