Ein 17-jähriger Autofahrer ist in der Nacht zum Mittwoch (14. Januar) vor einer Marburger Polizeistreife geflüchtet. Die Beamten wollten den VW Passat gegen 1.30 Uhr einer Kontrolle unterziehen.
Der Kombi geriet im Bereich der Schwanallee in das Visier der Funkstreife. Als sie ihn zur Kontrolle aufforderte, missachtete der Jugendliche die Anhaltesignale. Er beschleunigte seinen Wagen und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Universitätsstraße.
Dabei fuhr er mehrfach über den Mittelstreifen und geriet in den Gegenverkehr. Am Rudolphsplatz im Einmündungsbereich der Straße „Am Grün“ in die Universitätsstraße fuhr er über eine rote Ampel und setzte seine Fahrt im Erlenring fort. Kurz vor der Kurt-Schumacher-Brücke bremste der Jugendliche seinen VW stark ab, um auf die Bundesstraße 3 in Richtung Gießen aufzufahren.
Wegen seiner hohen Geschwindigkeit verpasste er die Auffahrt jedoch und verlor die Kontrolle über den Kombi. Daraufhin kam er nach links von der Fahrbahn ab. Im weiteren Verlauf kollidierte der Wagen mit einer Lichtzeichenanlage, einem Verkehrsschild und der Leitplanke.
Der 17-jährige Fahrer aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf legte den Polizisten eine Bescheinigung für das Begleitete Fahre ab 17 Jahren vor. Somit ist er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Er wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Sein 13 Jahre alter Beifahrer, der ebenfalls aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf stammt, blieb unverletzt. Beide wurden ihren Erziehungsberechtigten übergeben.
Den Blechschaden an dem Passat schätzt die Polizei auf etwa 8.000 Euro. Der Wagen war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtunfallschaden liegt bei mindestens 13.000 Euro. Der Jugendliche muss sich nun unter anderem wegen Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.
* pm: Polizei Marburg