Die Max-Planck-Gesellschaft verstetigt die Graduiertenschule für Mikrobiologie (IMPRS) in Marburg. Das hat die Philipps-Universität am Donnerstag (11. Dezember) mitgeteilt.
Zum Jahresende hat die Max-Planck-Gesellschaft ihre Entscheidung bekannt gegeben, die Internationale Max-Planck-Forschungsschule „Principles of Microbial Life“ IMPRS-µLife) am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie und der Philipps-Universität Marburg dauerhaft zu fördern. Seit der Gründung im Jahr 2003 haben 280 Doktorierende das Programm erfolgreich abgeschlossen. Das strukturierte dreijährige Programm wird in enger Kooperation mit der Philipps-Universität sowie den angegliederten Zentren SYNMIKRO und Microcosm Earth Research Center (MEC) durchgeführt. Es erhebt keine Studiengebühren und nimmt jährlich etwa 15 bis 20 Promovierende auf. Aktuell sind 86 junge Forschende aus 25 Nationen im Programm eingeschrieben.
Mit der Verstetigung würdigt die Max-Planck-Gesellschaft die herausragende Arbeit der Marburger IMPRS. Dr. Die Mikrobiologin Duscia Rados ist Koordinatorin der Graduiertenschule. „In der IMPRS erwerben internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nicht nur ihren Doktorgrad, sondern erhalten auch ein umfassendes Training unter exzellenten Bedingungen“, erklärte sie.
„Durch die enge Kooperation der beteiligten Institutionen und ihrer Zentren auf den Marburger Lahnbergen profitieren die Doktorandinnen und Doktoranden von einem Umfeld, das sie optimal unterstützt und fördert“, ergänzte Sprecher Prof. Dr. Victor Sourjik von der Graduiertenschule.
Ein Ziel der Graduiertenschule ist die Gewinnung von Talenten für die Forschung in Marburg. Die Forschung behandelt die Prinzipien des mikrobiellen Lebens auf verschiedenen Skalen: von Genen und Proteinen über den Stoffwechsel bis zur zellulären Struktur sowie den mikrobiellen Wechselwirkungen untereinander und mit der Umwelt. Angestrebt wird ein umfassendes Verständnis von Mikroorganismen, ihren Funktionen und ihren Interaktionen mit der belebten und unbelebten Umwelt. Im Graduiertenprogramm arbeiten zahlreiche Arbeitsgruppen des Max-Planck-Instituts und der Universität fachübergreifend zusammen.
Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden kommt aus dem Ausland nach Marburg. Diese Internationalität bildet die Grundlage für ein Forschungsnetzwerk, das häufig über die gesamte Karriere und Ländergrenzen hinweg besteht. Die jungen Forschenden gestalten ihre Zeit aktiv durch Mitarbeit in Initiativen und gemeinsames Netzwerken. Darüber hinaus werden weitere Aspekte der Wissenschaft berücksichtigt wie etwa Wissenschaftsorganisation und -kommunikation, Datenmanagement sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Forschung.
„Unser Programm basiert auf der historisch starken Partnerschaft zwischen dem Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie (MPI-TM) und der Universität Marburg“, erklärte Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Sabine Pankuweit. „Die Universität Marburg freut sich, Teil dieser langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit zu sein, die es Generationen talentierter Nachwuchsforschender ermöglicht, Fachkräfte in der Mikrobiologie hervorragend zu qualifizieren.“
Seit Montag (1. Dezember( können sich junge Forschende wieder bewerben. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2026. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme in das Programm erfolgt nach einem Auswahlsymposium Ende April.
* pm: Philipps-Universität Marburg