Geburtstag genießen: Theodor-Schubert-Stiftung beschenkt Bedürftige

Auch zum 131. Geburtstag ihres Begründerts hat die Theodor-Schubert-Stiftung Geschenk an ältere Bedürftige verteilt. Unterstützt wurde sie dabei von der Stadt.
Für 63 ältere, bedürftige Marburgerinnen und Marburger gibt es schon vor Weihnachten ein Geschenk und damit Grund zur Freude: Sie haben einen Geldbetrag aus der Theodor-Schubert-Stiftung erhalten. Insgesamt werden 12.000 Euro überwiesen.
„Er macht jedes Jahr aufs Neue zu seinem Geburtstag ein besonderes Geschenk an andere“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und verwies auf den verstorbenen Namensgeber der Theodor-Schubert-Stiftung. Friedrich Max Theodor Schubert verfügte, dass zu seinem Geburtstag am 28. November Geldbeträge aus Mitteln der Stiftung an bedürftige ältere Menschen in Marburg überwiesen werden. In diesem Jahr wäre Theodor Schubert 131 Jahre alt geworden.
Der Begründer der Stiftung „Theodor Schubert – ein Marburger Kind“ verfügte außerdem, dass es für die Beteiligten der Ausschüttung eine kleine Kaffeerunde mit Erdbeerkuchen gibt. So kam ein kleiner Kreis zusammen: Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Stadträtin Kirsten Dinnebier, Peter Schmidt vom städtischen Fachbereich Soziales und Wohnen der Stadt Marburg, Gabriele Seitz vom Stiftungsmanagement sowie Heiko Wöllner vom Stiftungsvorstand der Commerzbank trafen sich dazu mit den Begünstigten. Bei Kaffee und Kuchen gedachten sie Theodor Schubert.
Spies erinnerte an Schuberts Leben: Friedrich Max Theodor Schubert wurde 1894 geboren und lebte bis 1900 in Marburg. 1912 kehrte er in die Universitätsstadt für eine Ausbildung zurück. Im Zuge von Kriegsdienst und beruflicher Laufbahn in einem Reiseunternehmen lebte er bis zu seinem Tod im Jahr 1975 in Norddeutschland, verlor aber nie den Bezug zu Marburg.
So bezeichnete er sich selbst als „Marburger Kind“, was sich im Namen der Stiftung wiederfindet. Er brachte nahezu sein gesamtes Vermögen in die von ihm initiierte Stiftung ein. Das Stiftungsvermögen setzt sich mittlerweile aus dem Vermögen Theodor Schuberts zusammen sowie der Zustiftungen seiner verstorbenen Schwester und einer verstorbenen Marburger Bürgerin.
Seit der Stiftungs-Anerkennung im Jahr 1976 wurden bislang rund eine Millionen Euro ausgeschüttet, erläuterte Heiko Wöllner vom Stiftungsvorstand. Die Stiftungssatzung schreibt vor, dass mit einem Geldbetrag nur ältere, bedürftige Bürger*innen der Stadt Marburg bedacht werden dürfen. In diesem Jahr wurden insgesamt 12.000 Euro an bedürftige Marburgerinnen und Marburger überwiesen, die finanzielle Engpässe haben etwa aufgrund von Schicksalsschlägen oder besonderen Belastungen. 51 Einzelpersonen erhalten jeweils 200 Euro und sechs Ehepaare jeweils 300 Euro.
Schubert verfügte, dass die von ihm benannte Bank – inzwischen mit dem Namen „Commerzbank“ – den Stiftungsvorstand stellt. Außerdem soll der aktuell amtierende Oberbürgermeister als Vertretung für die Stadt sowie der zuständige städtische Fachdienst entscheiden, wer das Geld erhält. Stadträtin Kirsten Dinnebier und Fachbereichsleiter Peter Schmidt berichteten, dass bislang viele der beschenkten Menschen Dankesbriefe schickten. Darin schilderten sie, was sie von dem Geld gekauft haben: Meistens waren es Weihnachtsgeschenke für die Enkelkinder.
Da es sich bei der Theodor-Schubert-Stiftung um eine mildtätige Stiftung handelt, kann jede Person einen Geldbetrag spenden. Jede Spende wird direkt als Mittel im Sinne des Stiftungszwecks verwendet und in der nächsten Ausschüttung berücksichtigt. Es gibt auch die Möglichkeit einer Zustiftung, bei der das Geld in das Kapital der Stiftung einfließt. Nähere Informationen dazu gibt es bei Gabriele Seitz vom Stiftungsmanagement der Commerzbank AG telefonisch unter 069/935 337 677 oder per E-Mail an gabriele.seitz@commerzbank.com.

* pm: Stadt Marburg

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