Ein Messestand auf der „MEMOlife“ 2026 präsentiert Marburgs Zukunft life. Dort macht der Magistrat Stadtentwicklung erlebbar.
Die Universitätsstadt Marburg präsentiert sich bei der „MEMOlife“ 2026. Auf Marburgs führender Messe für Bauen, Wohnen und Leben möchte sie zukunftsweisende Projekte der Stadtentwicklung erlebbar machen. Von Freitag (30. Januar) bis Sonntag (1. Februar) lädt die Stadtzu einem Blick hinter die Kulissen städtischer Planung und Umsetzung ein.
Auf der „MEMOlife“ ist sie wieder mit einem eigenen Stand vertreten. Der Standort ist in Halle 1 bei Stand 139. Konzeptuell wird gezeigt, wie die Erneuerung von Leitungen mit Stadtraumgestaltung, Verkehrsplanung, Hitze-
und Hochwasserschutz sowie Klimaanpassung auf städtischer Ebene Hand in Hand gehen.
Das Beispiel ist die Liebigstraße im Südviertel, die derzeit neugestaltet wird. Los gingen die Planungen damit, dass Arbeiten an den Leitungen erforderlich sind. Wenn Straßen ohnehin aufgerissen werden, bietet es sich an, die Erneuerungen nicht auf das Leitungssystem zu begrenzen.
Bis dato hatte die Liebigstraße keinen Baumbestand und eine Asphalt-Pflaster-Kombination, die Sonnenlicht absorbierte. So entwickelte sich der Bereich an heißen Tagen zum Hitzespot. Da es durch den Klimawandel immer heißere Sommer gibt, sollen solche Orte beseitigt werden.
Das ist Aufgabe der Stadt Marburg, um ihre Bevölkerung zu schützen. Beim Umbau ist daher geplant, 16 Bäume mit Pflanzbeeten zu pflanzen und zugleich mehr Barrierefreiheit und die Beibehaltung von möglichst vielen Anwohnerparkplätzen zu gewährleisten.
Die Bäume sind passend zum Standort ausgewählt und danach, dass sie mit trockenen, heißen Sommern und mit Streusalz im Winter klarkommen. Die Parkplätze und die Gehwege sollen mit rot gesägtem Granitpflaster gestaltet werden, was sich in die historische Umgebung einfügt, besser begehbar ist und durch die Fugen Wasser besser versickern lässt. Entstehen soll auch eine Lieferzone für die ansässige Gastronomie.
„Wir zeigen auf dem Messestand, was Bauen im städtischen Umfeld bedeutet“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Und wie viel Fachdienste, Personen, Ideen und Überlegungen involviert sind, um ein Projekt wie die Erneuerungen der Liebigstraße zu realisieren. Besucher*innen erfahren, wie technische, ökologische und gestalterische Aspekte ineinandergreifen. Es ist ein Blick hinter die Kulissen eines komplexen Bauvorhabens.“
Die inhaltliche Gestaltung des Standes erfolgt durch mehrere städtische Fachdienste, die gemeinsam ein anschauliches Gesamtbild des Projekts vermitteln: Die Stadtplanung erläutert unter anderem städtebauliche Ziele sowie Klimaanpassungsmaßnahmen. Der Tiefbau zeigt Bauweise, Materialien, Versickerungstechnik, Leitungsführung und Bauabläufe – ergänzt durch praktische Beispiele wie Pflastersteine zum Anfassen. Stadtgrün präsentiert einen Straßenablauf, das Stockholmmodell und das verwendete Pflanzsubstrat sowie in Kooperation mit dem Marburger Gartencenter die künftigen Pflanzkonzepte, während der Fachdienst Klimaschutz Energie- und Klimaberatung anbietet. Zusätzlich gestalten städtische Kindertageseinrichtungen kleine Modell-Häuschen.
Herzstück des Stands ist ein großes, begehbares Modell der Liebigstraße. Eine LED-Wand zeigt Pläne, Visualisierungen und Baufortschritte, während Plakate, Vorher-Nachher-Darstellungen, Materialmuster sowie ein Straßenablauf zum Anfassen den Umbau greifbar machen. In einer Café-Ecke können Besucherinnen und Besucher sich mit den Fachleuten vor Ort austauschen und Fragen stellen. Geplant sind zudem kleine Vorträge und Inputs.
Das Angebot der „MEMOlife“ 2026 präsentiert sich vielfältig: Es reicht von Photovoltaik und Heiztechnik über Fenster, Türen, Garagentore und Zaunanlagen bis hin zu Einbauküchen, Badinstallationen, Whirlpools, Einrichtungskonzepten und Finanzierung. Auf der Messe gibt es vielfältige Unternehmen, die sich auf die unterschiedlichsten Aufgaben rund ums Bauen und Wohnen spezialisiert haben. Dabei ist egal, ob es darum geht, eine Immobilie neu zu bauen, zu sanieren oder instand zu halten.
Elektromobilität ist das Thema der mittlerweile fest etablierten Sonderausstellung „e-MoMa“ auf der „MEMOlife“. Autohäuser aus der Region präsentieren hier Elektrofahrzeuge.
Wieder im Programm ist die Sonderschau „Treffpunkt Marburg-Biedenkopf“. Dort präsentiert sich wie auf einem stimmungsvollen Markt der lokale Einzelhandel in seiner bunten Vielfalt. Angemeldet haben sich unter anderem Anbieter von handgemachter Keramik, Schmuck, Geschenkartikeln, Mode und Schuhen, Parfum, Gesundheitsprodukten und Holzmöbeln. Das vielseitige Messegeschehen der MEMOlife wird ergänzt durch Fachvorträge, ein buntes Rahmenprogramm für Jung und Alt, ein Gewinnspiel mit sowie gastronomische Angebote im Innen- wie auch im Außenbereich. Die Messe ist geöffnet von Freitag (30. Januar) bis Sonntag (1. Februar) jeweils von 10 bis 18 Uhr.
* pm: Stadt Marburg