Erpressung erschweren: Polizei warnt vor kriminellen Mails

Eine Warnung vor erpresserischen E-Mails in Mittelhessen hat die Polizei am Montag (24. November) herausgegeben. Derzeit erreichen die Polizei in Mittelhessen vermehrt Mitteilungen von Bürgerinnen und Bürger zum Erhalt von erpresserischen E-Mails.
In diesen Mails, die oftmals vermeintlich von der eigenen E-Mail-Adresse gesendet worden sein sollen, wird erklärt, dass Zugriff auf den Account und die Endgeräte des Empfängers bestünden. Es seien kompromittierende Inhalte gefunden und gesichert worden. Nun erfolgt die Drohung, dass man diese Inhalte öffentlich machen werde, wenn nicht eine Geldzahlung in Form von Bitcoin erfolgen wird. Teilweise wurden bei Nichtzahlung auch weitere E-Mails an die Empfänger versandt, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.
Hinweise auf einen tatsächlichen Zugriff auf die digitalen Endgeräte der Empfänger liegen nicht vor. Die Polizei empfiehlt daher: „Zahlen Sie kein Geld!“ Antworten oder Reagieren Sie nicht auf die E-Mails!“
Polizeisprecher Tobias Schwarz rät, keine Anhänge zu öffnen. Gleiches gelte für Links von unbekannten Versendern
„Kontaktieren Sie gegebenenfalls Ihren E-Mail-Provider, um weiter Sicherheitseinstellungen vorzunehmen“, empfiehlt Schwarz. „Sichern Sie Ihre Accounts mit starken Passwörtern und ergänzen Sie möglichst mit einem zweiten Faktor!Nutzen Sie eine aktuelle Antivirensoftware, die auch Ihren ein- und ausgehenden Postverkehr überwacht! Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Software auf einem aktuellen Stand!“
Weiterhin rät der Beamte: „Sollten Sie Geld oder Daten übersandt haben, erstatten Sie Strafanzeige!“ Das kann man zum Beispiel über portal.onlinewache.polizei.de/de/ oder auf jeder örtlichen Polizeidienststelle tun. „Haben Sie fragwürdige E-Mails erhalten und möchten nicht gleich Anzeige erstatten, so können Sie die E-Mail oder Anhänge auch an trojaner(at)polizeilabor(dot)de leiten“, erläuterte Schwarz.
Näheres dazu erfahren Interessierte unter www.polizei-praevention.de/themen-und-tipps/serviceangebot/spammails-zur-polizei Bei Fragen kan man sich sich auch die regionalen Fachberatungen Cybercrimeprävention wenden. Man findet sie auf der Website www.polizei.hessen.de.

* pm: Polizei Marburg

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