Das Kunstmuseum und das Mineralogische Museum zeigen Werke von Susanna Hertrich. Gleichzeitig sind sie im Kunstmuseum und im Schloss zu bewundern.
Mit der neuen Sonderausstellung „Susanna Hertrich – Crystalline Cosmologies. Unruhige Anordnungen“ präsentieren das Kunstmuseum Marburg und das Mineralogische Museum eine gemeinsame Ausstellung der Künstlerin Susanna Hertrich. Auf zwei Orte verteilt entfaltet sich im Landgrafenschloss und im Kunstmuseum eine Werkschau, die künstlerische Forschung, spekulative Technologie und wissenschaftliche Denkmodelle miteinander verknüpft. Im Kleinen Rittersaal des Landgrafenschlosses präsentiert Hertrich neue Arbeiten zu Zeitkristallen, quantenphysikalischen Zuständen, die sich gängigen Wahrnehmungskategorien entziehen. Ergänzt werden sie durch Objekte aus den universitären Mineralien- und physikalischen Sammlungen.
Im Foyer des Kunstmuseums an der Biegenstraße steht das Forschungsprojekt „Sensorium of Animals“ im Mittelpunkt. Inspiriert vom Elefantenrüsselfisch, der elektromagnetische Felder wahrnimmt, untersucht Hertrich, wie sich unsichtbare Signalwelten auf unsere Gesellschaft auswirken könnten. Die Werke von Hertrich machen deutlich, dass Kunst und Wissenschaft keine Gegensätze sind, sondern unterschiedliche Werkzeuge, um die Welt zu verstehen und neu zu denken.
Die Sonderausstellung „Susanna Hertrich – Crystalline Cosmologies. Unruhige Anordnungen“ ist von Freitag (21. November) bis 15. Februar 2026 im Kunstmuseum Marburg und vom 21. November 2025 bis 19. April 2026 im Landgrafenschloss Marburg zu sehen. Hertrich wurde in Paris geboren und lebt in Berlin. Ihre international gezeigten Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst und Techno-Wissenschaft und untersuchen das Zusammenspiel von Mensch, Technologie und Umwelt.
Hertrichs Projekte wurden unter anderem in der Triennale Milano, dem Vitra Design Museum und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin gezeigt. Sie erhielt zahlreiche Förderungen und Residenzen unter anderem von der Kulturstiftung des Bundes und dem Goethe-Institut, und kooperierte mit Forschungslaboren wie dem Critical Media Lab Basel. 2021/22 erschien ihr Buch „Following the Elephant-nosed Fish. Reimagining our Sensorium“, basierend auf dem Forschungsprojekt „Sensorium of Animals“.
* pm: Philipps-Universität Marburg
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