„Gemeinsam Lehre gestalten“ lautete das Motto des „Tags der Lehre“ 2025. Bereits zum neunten Mal hat ihn die Philipps-Universität am Freitag (14. November) durchgeführt.
Beim 9. „Tag der Lehre“ an der Philipps-Universität Marburg standen Inspiration und Austausch für die Lehrpraxis im Mittelpunkt. Lehrende, Studierende und Lehrinteressierte hatten am Freitag (14. November) Gelegenheit, in Workshops und an Projektstationeninnovative Lehrkonzepte und Lernmethoden kennenzulernen und deren Einsatzmöglichkeiten zu diskutieren. Mit dem Lehrpreis „Lehre@Philipp“ ehrte die Universität zudem drei Projekte, die Lehre neu denken und weiterentwickeln – insgesamt wurden dafür über 32.000 Euro Preisgeld vergeben.
„Mit dem Tag der Lehre schaffen wir Raum für Austausch, Inspiration und Vernetzung“, sagte Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Yvonne Zimmermann bei der Preisverleihung. „Die ausgezeichneten Projekte beim Tag der Lehre machen deutlich: Hochschullehre kann mehr als Wissensvermittlung. Sie stärkt die Kompetenzen, die Studierende brauchen, um in einer komplexen und dynamischen Arbeitswelt erfolgreich zu sein.“
Die „Virtuelle Exkursion Island“ ist ein nachhaltiges, flexibles und barrierearmes Lehrformat von Prof. Dr. Peter Chifflard vom Fachbereich Geographie, das die traditionelle Exkursion im Geographiestudium durch eine virtuelle Exkursion nach Island ergänzt. Durch den Einsatz von „Virtual Reality“, „Augmented Reality“, virtuellen Standortansprachen sowie Kurzvideos wird eine innovative Plattform für die Erkundung und das Studium entfernter Naturlandschaften erstellt, die eigenständiges Arbeiten, digitales Lernen und eine standortunabhängige Vermittlung geographischer Inhalte fördert. Das ermöglicht eine gleichwertige Teilhabe aller Studierenden am Exkursionsformat. Die Videovorstellung der Lehridee ist zu finden auf www.youtube.com/watch?v=DE50ERxm0og.
Prof. Dr. Felix Tacke vom Fachbereich Fremdsprachliche Philologien verfolgt mit „Pronunciation Matters – Fremdsprachen digital erforschen und lehren“ das Ziel, die Aussprache von Lernenden in verschiedenen Sprachen systematisch zu untersuchen und digital zu erfassen. Unter Lernendenaussprache versteht man die Art und Weise, wie Personen, die eine Sprache als Fremd- oder Zweitsprache lernen, Laute, Wörter und Satzmelodien produzieren – sie prägt oft maßgeblich unseren ersten Eindruck vom Sprachniveau einer Person. Innerhalb des Projektes wird die Aussprache von Lernenden aufgezeichnet, transkribiert und in einer mehrsprachigen Plattform gebündelt. Die Lehridee baut dabei auf bereits entwickelte spanischsprachige Datensätzen auf und erweitert sie systematisch um weitere Sprachen wie Französisch, Englisch und Deutsch.
Die Videovorstellung der Lehridee ist unter www.youtube.com/watch?v=ucvpPAONGoY zu finden.
Die Lehridee „Mehr als Seminarraum: Über ein Semesterthema zur großen Studierendenkonferenz“ von Dr. Monika Weiß, Dr. Vera Cuntz-Leng, Dr. Alena Strohmaier und Marie Krämer vom Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften befähigt Studierende, komplexe Themen in einen größeren gesellschaftlichen oder theoretischen Rahmen einzuordnen und unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema zu verbinden. Innerhalb des Projektes entwickeln die Studierenden ein Konzept zum Semesterthema „BLICK“, dem verschiedene Lehrveranstaltungen zugeordnet sind und in eine Studierendenkonferenz am Semesterende mündet. Dabei erwerben sie wichtige Future Skills. Interessierte gelangen über www.youtube.com/watch?v=GGNqfHdBxGs zur Videovorstellung dieser Lehridee.
Am „Tag der Lehre“ haben Lehrende, Studierende und Lehrinteressierte jedes Jahr die Gelegenheit, neue Lehrmethoden, spannende Projekte und digitale Lernformate kennenzulernen. Neben Workshops und Projektstationen bietet der Tag die Möglichkeit, über aktuelle Herausforderungen in der Lehre zu diskutieren und ,best practices‘ auszuzeichnen. Mit dem Lehrpreis „Lehre@Philipp“ werden jährlich Projekte geehrt, die die Lehre neu denken, weiterentwickeln oder besonders praxisnah gestalten – dabei werden besonders die Lehrideen ausgezeichnet, die konstruktiv auf aktuelle Entwicklungen und besondere Herausforderungen in der Lehre reagieren und zu einer nachhaltigen und strukturellen Verbesserung der Lehre beitragen. Die finanzielle Förderung durch den Lehrpreis ermöglicht, diese Ideen weiter erproben und umzusetzen.
* pm: Philipps-Universität Marburg