Einen „Mieten-Notstand im Landkreis“ beklagt Die Linke Marburg-Biedenkopf. Sie fordert: „Schluss mit der Miet-Abzocke!“
Immer mehr Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf wissen nicht mehr, wie sie ihre Miete bezahlen sollen. Löhne und Renten stagnieren. Doch die Mieten werden erhöht. Oft ist das illegal mit zweifelhaften Nebenkosten und in Wohnungen, die längst saniert werden müssten. Währenddessen machen große Immobilienkonzerne und dreiste Vermieter*innen weiter Kasse.
„Viele schuften Vollzeit und können sich trotzdem ihre Wohnung kaum noch leisten“, erklärte die Linken-Kreisvorsitzende Miriam Stoll am Freitag (7. November). „Das ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis einer Politik, die lieber die Immobilienlobby schützt als die Mieterinnen.“
Sie konstatierte einen „echten Mieten-Notstand auch hier vor Ort“. Sie forderte, dass Mieterinnen und Mieter nicht länger allein gelassen werden. Stattdessen müsse man sich zusammenschließen, Abrechnungen prüfen und gemeinsam Druck auf die Verantwortlichen machen. „Wenn dreiste Vermieter wie S&S-Immobilien hier im Landkreis Mieten erhöhen, obwohl die Wohnungen marode sind, oder wenn Vermieter fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen verschicken, ist das Abzocke – und zwar auf dem Rücken der Menschen, die ohnehin kaum noch über die Runden kommen“, bekräftigteStoll.
Sie sprach sich für bezahlbares Wohnen und ein Zuhause in Würde aus. Wohnen sei keine Ware, sondern ein Grundrecht. Die Linke fordert deshalb, dass Kommunen wieder aktiv gegen Leerstand, überhöhte Mieten und Spekulation vorgehen. Öffentliche und gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften müsstten gestärkt und Mietsenkungen ermöglicht werden.
„Jede Mieterin und jeder Mieter soll in Würde wohnen können, unabhängig vom Geldbeutel oder vom Pass“, betonte der Linken-Kreisvorsitzende Urs Köllhofer. „“Wir werden jeden Stein umdrehen, jede Abrechnung prüfen und jeden Euro zurückholen, wo Abzocke betrieben wird. Zuhause gehört uns.“
* pm: Die Linke Marburg-Biedenkopf