Rechte Ideologien an der Hochschule und Gegenstrategien sind Thema einer öffentlichen Diskussion über Geschichtsbilder, Burschenschaften und aktuelle Herausforderungen. Stattfinden soll sie am Donnerstag (16. Oktober) im Rathaus.
Zum Semesterstart lädt die Uni Marburg zu einer öffentlichen Veranstaltung ein, die sich kritisch mit rechten Ideologien im Hochschulkontext auseinandersetzt. Unter dem Titel „Rechte Ideologien an der Hochschule. Geschichtsbilder, Narrative und Burschenschaften“ werden historische Kontinuitäten und aktuelle Entwicklungen beleuchtet. Das Ziel der Veranstaltung ist, auf Versuche der Geschichtsumdeutung aufmerksam, antisemitische Tendenzen sichtbar zu machen und Strategien zu entwickeln, um rechtsautoritären Entwicklungen im akademischen Umfeld entschieden zu begegnen.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag (16. Oktober) von 15 bis 18 Uhr im Historischen Saal des Rathauses der Stadt Marburg statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich mit Expert*innen über Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten auszutauschen. Das Thema gewinnt angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen an Bedeutung.
„Die Auseinandersetzung mit rechten Ideologien, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus bleibt auch an Hochschulen eine dringliche Aufgabe“, sagte Prof. Christina Brüning. Die Dozentin für Didaktik der Geschichte ist Mitorganisatorin der Veranstaltung. „Die Veranstaltung bietet Raum für Diskussion, Austausch und Vernetzung – mit dem Ziel, eine offene und diskriminierungskritische Hochschulkultur zu stärken.“ Dabei wird ausdrücklich betont, dass keine rassistischen, antisemitischen, geschichtsrevisionistischen, sexistischen oder anderweitig menschenverachtenden Symbole oder Aussagen geduldet werden.
Beiträge kommen von dem Historiker Dietrich Heither, Gabriel Hoppe von „RIAS“ und Susanne Urban. Sie ist Beauftragte gegen Antisemitismus der Philipps-Universität Marburg. Sie analysieren historische und aktuelle Aspekte studentischer Verbindungen.
Im Anschluss diskutieren Katharina Völsch von der Stabsstelle Antidiskriminierung und Diversität, Christina Brüning und Annette Henninger über Entwicklungen an der Philipps-Universität Marburg und gemeinsame Handlungsstrategien. Organisiert wird die Veranstaltung vom Verbundprojekt „RexWiHo – Rechtsextremismus in Wissenschaft und an Hochschulen begegnen“, das am Fachbereich Didaktik der Geschichte angesiedelt ist, und durch den Projektfonds gegen Antisemitismus der Philipps-Universität Marburg gefördert wird.
* pm: Philipps-Universität Marburg