Bau: Erweiterung für Astrid-Lindgren-Schule

Schülerinnen und schüler beziehen einen neuen Modulbau an der Astrid-Lindgren-Schule. Dafür investiert die Stadt 10,5 Millionen Euro.
Der neue Modulbau für die Astrid-Lindgren-Schule ist fertig. Bei einer Feier wurde das dreigeschossige Gebäude offiziell an die Schule übergeben. Für das Bauprojekt investiert die Universitätsstadt Marburg insgesamt 10,5 Millionen Euro.
„Bildung zu fördern und Orte zu schaffen, an denen gut gelernt und gelehrt werden kann, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Gerade in der heutigen Zeit wird Bildung immer bedeutsamer. Wir freuen uns daher, dass der neue Modulbau für die Schüler*innen und das Lehrpersonal der Astrid-Lindgren-Schule nicht nur mehr Räume, sondern auch Gestaltungsmöglichkeiten bietet und sie das Gebäude nun mit Leben füllen können.“
Spies sprach bei der Eröffnungsfeier des neuen Modulbaus an der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) am n Richtsberg. „Die ALS war schon immer Vorreiter und lebt Konzepte vor, bei denen das Kind stets im Zentrum steht“, betonte er. Der neue Modulbau erweitert die Bestandsgebäude der ALS. Er bietet Lehrkräften und Schüler*innen acht Unterrichtsräume, fünf Differenzierungs- und Teamräume und zwei Bewegungsräume.
Verbunden sind die Räume durch zwei gemeinsame Bereiche in der Mitte mit angeschlossenen Multifunktionsbereichen. Das Gebäude hat eine Bruttogrundrissfläche von rund 2.500 Quadratmetern und erstreckt sich über drei Geschosse. Es handelt sich um eine Hybridbauweise aus Stahlrahmen mit einer Ausfachung aus Holz und Holzwerkstoffen.
Der Modulbau ist durch eine rollstuhlgerechte Anbindung an den oberen Schulhof der ALS angeschlossen. Der Innenbereich ist durch einen Aufzug sowie eine rollstuhlgerechte Sanitäreinheit ebenfalls barrierearm gestaltet. Die Gesamtkosten für das Bauprojekt liegen bei 10,5 Millionen Euro. Dabei stammen 2 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landesprogramms der Hessenkassen.
„An unsere Schulzeit erinnern wir uns ein Leben lang“, sagte Bürgermeisterin Nadine Bernshausen. „Ein großer Teil der Kindheit spielt sich an der Schule ab. Freundschaften entstehen, die Kinder wachsen und lernen in dieser Gemeinschaft.“
Die Bürgermeisterin hob die Wichtigkeit eines guten Lernumfelds hervor. Der Neubau mit Sichtachsen nach Vorbild des Münchner Lernhaus-Modells garantiere gute bauliche Voraussetzungen fürs Leben und Lernen im schulischen Miteinander, betonte die Schuldezernentin.
„Auch bei diesem Bauprojekt wurden moderne Klimastandards bedacht“, erklärte Stadtrat Dr. Michael Kopatz. So verfügt das Gebäude beispielsweise über ein Gründach. „Das Gründach speichert Regenwasser im Substrat und ermöglicht so eine passive Klimatisierung des Gebäudes durch Verdunstungskälte. Zudem versorgen PV-Module die Haustechnik mit Strom“, erläuterte Kopatz weiter.
Die Gebäudewärme wird über eine invertergeregelte Luft/Wasser-Wärmepumpe erzeugt, die an die PV-Anlage angeschlossen ist. Invertergeregelt bedeutet, dass die Anlage die Leistung stufenlos und mit größtmöglicher Effizienz auf die gewünschte Temperatur für Heizung und Warmwasser regeln kann. „Ich bin stolz auf meine Leute im Hochbau und vor allem auf die Geschwindigkeit, in der das Gebäude errichtet wurde“, betonte Kopatz. „2023 haben wir mit den Planungen begonnen; und bereits zwei Jahre später ist es fertig. Das ist eine wahnsinnige Leistung. Dafür möchte ich allen Beteiligten danken.“
Auch die Konrektorinnen Christine Oelmann und Laura Fey haben sich gemeinsam mit Harald Kircher von der Bildungsstätte am Richtsberg für die gute Zusammenarbeit bedankt. Ebenso betonte die Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic den Nutzen des Gebäudes für den Stadtteil Richtsberg.
Den Modulbau hatte der Magistrat beschlossen aufgrund veränderten Bedarfs durch steigende Schülerzahlen und der Ganztagsschulentwicklung der ALS. Darüber hinaus wird eine Mensa für die gesamte ALS errichtet, um die Verpflegung der Kinder und Unterrichtenden sicherzustellen. Denn mittelfristig ist mit Blick auf die Prognosen steigender Schülerzahlen mit insgesamt etwa 400 Mittagessen im Rahmen eines gemeinsamen, verbindlichen Ganztags von ALS und Bildungsstätte Am Richtsberg auszugehen. Um die Mittagsversorgung für die Grundschüler*innen nachhaltig zu sichern, wurde der Bedarf zur Einrichtung einer Küche sowie einer Cafeteria zur Versorgung von 400 Kindern an der Astrid-Lindgren-Schule daher durch den Magistrat ebenfalls anerkannt.
„Das Gebäude finden wir schön. Es macht Spaß hier. Besonders gefällt uns die Cafeteria. Da gibt es Essen und man kann sich Wasser holen. Sogar mit und ohne Sprudel“, berichteten Schülerinnen und Schüler von ihren ersten Erfahrungen im Gebäude.

* pm: Stadt Marburg

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