Weiter nach Spaltung: Linke meldete Beitrittsrekord

Einen Beitrittsrekord hat Die Linke vermeldet. Fast 100 Menschen haben sich der Partei im Jahr 2024 angeschlossen.
Die Linke kann sich nicht über mangelnden Zulauf beklagen – nach der Abspaltung des BSW, übersteigt die Zahl der Eintritte im Kreisverband Marburg-Biedenkopf die der Ausgetretenen um ein Mehrfaches. Die Hälfte des Zuwachses hat in den sechs Wochen seit dem 6. November stattgefunden, als die Ampel-Regierung zerbrach und Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde.
„Mit fast 100 Neueintritten beendet Die Linke Marburg-Biedenkopf das Jahr 2024“, berichtete Urs Köllhofer. Er ist der Mitgliederbeauftragte des Kreisverbands. „Wir sind mit aktuell 290 Mitgliedern so groß wie noch nie. Wir freuen uns sehr darüber, dass sich verstärkt junge Menschen und Frauen für eine gerechtere Gesellschaft engagieren. Das gibt uns viel Rückenwind, um einen engagierten Wahlkampf zu führen, um am 23. Februar 2025 gestärkt in den Deutschen Bundestag einzuziehen.“
Das Durchschnittsalter der Newcomer ist mit 27 Jahren sehr niedrig. Außerdem hat sich der Anteil der Studierenden und Schüler*innen unter den neuen Mitgliedern deutlich verringert. Lag ihr Anteil von 2021 bis zur Spaltung bei knapp 75 Prozent ist er in den letzten sechs Wochen auf 46 Prozent gefallen. Dafür sind mehr junge Berufstätige, von der Frisörin und dem Zerspaner-Azubi bis zur Rettungssanitäterin und dem Sozialarbeiter eingetreten.
Der Linken-Direktkandidat Philipp Henningergänzte: „Am Samstag haben wir in Butzbach eine großartige Landesliste gewählt. Wir freuen uns, dass Janine Wissler als hessische Spitzenkandidatin antritt. Sie ist eine starke Stimme für soziale Gerechtigkeit.“
Die Linken wollen einen bundesweiten Mietendeckel: Die Mieten sollen sechs Jahre lang nicht erhöht werden dürfen. Danach soll es harte Obergrenzen für Mieterhöhungen geben. In Städten wie Marburg mit besonders schlimmem Wohnungsmangel müssen hohe Mieten sofort gesenkt werden.
Der Mindestlohn müsse auf 15 Euro erhöht werden! „Wir wollen zudem eine sanktionsfreie Mindestsicherung und eine solidarische Mindestrente von 1.400 Euro monatlich einführen und damit das Bürgergeld ablösen“, erklärte Henning. Niemand soll unter das Existenzminimum fallen.

* pm: Die Linke Marburg-Biedenkopf

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