Mehr Empathie: Susanne Hofmann in den Ruhestand verabschiedet

40 Jahre land war Susanne Hofmann im Dienst der Stadt. Nun hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Diplom-Pädagogin in den Ruhestand verabschiedet.
Nach 40 Jahren im Dienst der Stadt Marburg wurde Susanne Hofmann in den Ruhestand verabschiedet. Die Diplom-Pädagogin hat die Jugendförderung und Soziale Arbeit in Marburg sehr geprägt und wirkte in zahlreichen Projekten und Netzwerken. „Mit Ihnen geht ein Schatz an Erfahrungen und Erkenntnissen gerade im sozialen Bereich“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies in seiner Abschiedsrede für Susanne Hofmann.“Ihre Geschichten, Erfahrungen und Erzählungen, all das kann man nicht aus Akten ziehen.“
Die Diplom-Pädagogin wurde im Beisein von zahlreichen Wegbegleiter*innen nach 40 Jahren im Dienst der Stadt Marburg mit viel Anerkennung und Dankbarkeit in den Ruhestand verabschiedet. Vier Jahrzehnte lang prägte Hofmann mit großem Engagement, Empathie und fachlicher Weitsicht die Jugendförderung, die Soziale Arbeit und zahlreiche Projekte der Stadt. Ihr beruflicher Weg begann als freie Mitarbeiterin am „Treffpunkt Richtsberg“, bevor sie in den Dienst der Stadt Marburg wechselte. Dann folgten Tätigkeiten unter anderem als Abgeordnete der Bürgerinitiative für Soziale Fragen (BSF) sowie in der Projektkoordination.
2012 übernahm Hofmann gemeinsam mit Ulrike Munz-Weege die Leitung des Fachdienstes für Jugendförderung und zusätzlich Integrationsaufgaben im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie. Nach rund fünf Jahren wechselte sie zur Koordinierungsstelle „Gesunde Stadt“ und widmete sich unter anderem Projekten für bessere Gesundheitschancen. Darüber hinaus engagierte sie sich intensiv in der Frauenarbeit und in der Gemeinwesensarbeit – stets mit dem Blick auf die Menschen und ihre Lebensrealitäten. Zuletzt war sie im Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung tätig.
„Wenn man zurückschaut, mit welchem Engagement, mit welcher Leidenschaft und mit welchem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse junger Menschen Sie gearbeitet haben, dann ist das wirklich bemerkenswert“, betonte Spies. Besonders hob er die Vielzahl an Projekten hervor, die Hofmann mit viel Freude und Energie umgesetzt habe. So haben beispielsweise an den, mithilfe von Hofmann organsierten, Bewegungsangeboten rund 75.000 Menschen teilgenommen.
„Ich wünsche Ihnen alles Gute – und hoffe sehr, dass Sie Ihre Erfahrungen und Ihre Kompetenzen auch künftig einbringen werden“, sagte der Oberbürgermeister. Auch der Personalrat der Stadt würdigte das Wirken von Hofmann. „Du hast bewegte Zeiten erlebt und viel in dieser Stadt bewegt“, hieß es in der Ansprache. Hofmanns Einsatz sei immer weit mehr als nur ein Job gewesen: „Für uns bleibt dein Schaffen und das, was du für diese Stadt getan hast, bestehen.“
In ihrer Dankesrede blickte Hofmann mit großer Wertschätzung auf ihr Berufsleben zurück. „Diese riesige Kultur an Vielfalt und die vielen unterschiedlichen Menschen kennenlernen zu dürfen, war für mich ein großer Schatz“, sagte die 64-jährige Rentnerin. Besonders wichtig sei es ihr immer gewesen, große Netzwerke für ein gutes Gelingen in der Jugendförderung zusammenzubringen.
„Wir haben Brücken gebaut zwischen Migrantinnen und Migranten und Institutionen.“ Sie habe gelernt, Jugendliche wirklich zu sehen, ihre Lebenslagen zu verstehen und Wege zu finden, wie Menschen mit Migrationsgeschichte ihren eigenen Platz in der Gesellschaft finden können. „Ich bin sehr dankbar für all diese Erfahrungen“, sagte Hofmann zum Abschluss.

* pm: Stadt Marburg

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