Mythos 1968: Studium Generale im Wintersemester zur „68er-Bewegung“

„1968“ steht für Aufbrüche einer neuen Generation, für Ausbrüche aus veralteten Strukturen und für gesellschaftliche Umbrüche. Das Studium Generale im Wintersemester widmet sich dieser Zeit.
Namhafte Referenten werden die vielfältigen Dimensionen jener Zeit des Wandels sowie den Einfluss der 68er-Bewegung auf die heutige Gesellschaft diskutieren. In einer Podiumsdiskussion werden Zeitzeugen außerdem ihre Erfahrungen reflektieren. Start der öffentlichen Vortragsreihe ist am Mittwoch (25. Oktober).
Seit Jahren veranstalten die Philipps-Universität und der Marburger Universitätsbund das Studium Generale, um Angehörigen der Universität und einem interessierten Stadtpublikum eine fächerübergreifende Perspektive zu eröffnen. Im Wintersemester 2017/2018 widmet sich die Vortragsreihe der 68er-Bewegung.
Die damaligen politischen und gesellschaftlichen Ereignisse verliefen auf unterschiedlichen Ebenen global, national, aber auch lokal. So waren französische und deutsche Studentenbewegungen nicht ohne die globalen Proteste gegen den Vietnamkrieg denkbar. In der Bundesrepublik stand „1968“ als Generationenkonflikt für eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.
Zugleich hatten die Ereignisse von 1968 in hohem Maße lokale Ausprägungen. Das gilt auch für Marburg, wo sich internationale Konfliktlinien und deutsche Debatten mit Stadt- und Universitätspolitik kreuzten.
Das Studium Generale will diese globalen, nationalen und lokalen Dynamiken in verschiedenen Vorlesungen aufgreifen und die vielfältigen Wechselbezüge des Gesamtkomplexes „1968“ illustrieren. Die Vorträge kommen aus verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen, aus Publizistik und Literatur.
Prominente Referentinnen und Referenten werden in einer Retrospektive nach fünf Jahrzehnten einen kritischen Blick auf die späten 60er Jahre werfen. Was ist in den vergangenen 50 Jahren aus „1968“ und den 68ern geworden?
Wie bewerten wir heute die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Auf-, Aus- und Umbrüche jener Jahre? Haben sie tatsächlich die Welt, Deutschland und Marburg nachhaltig verändert?
Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs von 20.15 bis 21.45 Uhr im Auditorium Maximum (AudiMax) an der Bigenstraße statt. Das vollständige Programm ist abrufbar unter www.uni-marburg.de/de/universitaet/profil/wissenstransfer/studium-generale.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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