Entgegenfiebern: Erste Sitzung des 13. KiJuPa

Ein Kinosaal im Cineplex hat während der Pandemie eine besondere Funktion erhalten. Das 13. Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) der Stadt Marburg tagte dort am Dienstag (10. Mai).

Zum Start der ersten Sitzung gab es eine Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Bürgermeisterin Nadine Bernshausen und Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Elke Neuwohner. „Sehr geehrte Damen und Herren, geehrte Delegierte – und ich finde, das ist eine sehr passende Anrede für euch, denn ihr habt eure Vertreter*innen gewählt und/oder euch zur Wahl stellen lassen.“, sagte Spies. „Dazu gehört eine Menge Mut und vor allem für diejenigen, die gewählt wurden, das Vertrauen eurer Mitschüler*innen“.
Spies dankte den Mitgliedern des 12. Kinder- und Jugendparlaments für die tolle Zusammenarbeit, die guten Ideen und die konstruktiven Diskussionen. „Manchmal wünscht man sich, dass sich die Erwachsenen davon eine Scheibe abschneiden“, sagte Spies. Zudem wünschte er dem 13. KiJuPa in seiner Amtszeit viel Spaß sowie spannende Erfahrungen. Er betonte, dass sich die Mitglieder gerne jederzeit mit sämtlichen Fragen an den Magistrat wenden können.
Neuwohner erklärte, dass die Anträge, die die Mitglieder des KiJuPa stellen, in die Stadtverordnetenversammlung (StVV) kommen. Aufgrund dessen lud Neuwohner die Mitglieder des KiJuPa ein, eine der Sitzungen zu besuchen. Zudem erklärte sie, dass das KiJuPa einmal im Jahr einen Bericht über seine Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung vorstellt.
Schließlich erklärte Bernshausen, worum es in der Sitzung geht. Auf der Tagesordnung stand die Wahl des neuen KiJuPa-Vorstands.
„Es ist wichtig, dass sich junge Menschen wie ihr engagieren und mit wachen Augen durch ihre Kommune gehen“, sagte Bernshausen. „Denn nur dann könnt ihr eure Ideen und eure Beobachtungen mit einbringen und Dinge in eurem Sinn verändern. Ich freue mich schon sehr auf den Austausch mit und die Inspiration durch euch.“
Das KiJuPa gibt es in Marburg bereits seit 1997 und ist somit das älteste Kinder- und Jugendparlament Deutschlands. Außerdem verfügt das Parlament über ein eigenes Budget, das es für Projekte, Workshops, Ausflüge und vieles Weitere verwenden kann. So wird das 13. KiJuPa wie auch das 12. Zuvor auf die Burg Hessenstein fahren, um sich besser kennenzulernen.
Zudem waren besondere Themen des 12. KiJuPas Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Für ein Radioprojekt und der Kampagne „Ensemble pour le clima“ („Gemeinsam für das Klima“) mit den Partnerstädten Sfax und Poitier, gab es eine Auszeichnung des ersten Platzes beim Hessischen Partizipationspreis.
Des Weiteren besuchten die Mitglieder den Wertstoffhof, die Stadtwerke und nahmen an verschiedenen Aktionstagen teil, wie dem Demokratietag oder den Weltkindertag. Die Schwerpunkte des 12. KiJuPas bildeten die Themen Schule, Klimaschutz, Integration, Vernetzung und Freizeitgestaltung. Mehr Informationen zu den Aktionen des KiJuPa gibt es unter www.kijupa-marburg.de.
Nachdem das 12. KiJuPa seinen Bericht beendet hatte und verabschiedet wurde, wählten die Mitglieder des 13. KiJuPa ihren neuen Vorstand. Friederike Könitz vom Fachdienst Jugendförderung erläuterte den Wahlvorgang. Im Vorstand sind immer zehn Mitglieder. Das 13. Kinder- und Jugendparlament wählte in den Vorstand.
Lasse Wenzel als Vorsitzenden, Magdalena Hescher als seine erste Stellvertreterin und Niclas Peters als zweiten Stellvertreter, Marc Riehl als Schriftführer und Johanna Stark als stellvertretende Schriftführerin. Beisitzende im Vorstand sind: Qays El-Hamdan, Kilian Behrens, Vada Fräbel, Lilli Münch und Charlotte Lenz.

*pm: Stadt Marburg

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