ZukunftslehrProjekt: 2,5 Millionen Spende für Marburg-Modul

Die Philipps-Universität hat 2,5 Millionen Euro für ihr innovatives Lehrprojekt „Marburg Skills“ eingeworben. Es soll Studierende bereitmachen für die Welt von morgen.
Was mache ich mit meinem Studium nach dem Studium? Diese Frage stellen sich viele Studierende bei ihrer Studienwahl, aber auch während des Studiums. Welches Studienfach auch immer – an der Philipps-Universität lernen Studierende, wie man morgen Antworten auf etwas finden kann, das heute noch gar nicht bekannt ist. Fachwissen ist dafür die Grundlage. Aber auch die Fähigkeit fachlich-professionell und gemeinsam mit anderen zu handeln gehört dazu.
Die Philipps-Universität will ihre Studierenden künftig noch besser dazu befähigen, sich großen gesellschaftlichen Herausforderungen in digitalisierten Lebens- und Arbeitswelten zu stellen. Dafür hat sie das Projekt „Marburg Skills“ entwickelt, das von der bundesweiten Stiftung Innovation in der Hochschullehre bis 2024 mit etwa 2,5 Millionen Euro gefördert wird.
Im neuen „Marburg Modul“ werden Bachelor-Studierende aus allen Fächern die Möglichkeit haben, ihre „Future Skills“ – fächerübergreifende Fähigkeiten wie Transfer, Informationsbeschaffung, lösungsorientiertes und kritisches Denken – zu trainieren. Schon während der Projektplanung wurde das „Marburg Modul“ im Wintersemester 2020/21 erstmals erprobt. Studierende und Lehrende aus unterschiedlichen Fächern arbeiten darin gemeinsam an interdisziplinären Fragen.
Projektleiterin Prof. Dr. Kati Hannken-Illjes von der Sprechwissenschaft erklärte: „Die Fächervielfalt der Philipps-Universität bietet großes Potenzial für die Förderung der Zukunftsfähigkeiten unserer Studierenden. Die Fragen der Zukunft können wir nur transdisziplinär beantworten. Dies werden Studierende und auch Lehrende in gemeinsamen Projekten erproben und dabei lernen, unterschiedliche Herangehensweisen in den Dialog zu bringen.“
Das Projekt „Marburg Skills: Förderung von Future Skills durch transdizsiplinäre Studierendenprojekte zu großen gesellschaftlichen Herausforderungen“ flankiert auch die Studienstrukturreform der Philipps-Universität. Die Förderung von Schlüsselkompetenzen wird in allen Bachelorstudiengängen Eingang ins Curriculum finden. Bei der Entwicklung von Modulen, die besonders auf Zukunftsfähigkeiten ausgerichtet sind, greift die Universität auf Erfahrung und Expertise mit digital gestützter Lehre und Forschung zurück.
„Wir haben professionelle Strukturen zur Unterstützung digitaler Wissenschaft, leiten hessenweite Projekte in der digitalen Forschung und Lehre und fördern die Kompetenzentwicklung in zwei Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur“, erklärte Uni-Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Nauss. „Dieses Know-how – gepaart mit den digitalen Diensten des Rechenzentrums und der Universitätsbibliothek – bietet ein ideales Umfeld für die Entwicklung der digitalen Lehr-Lern-Konzepte im Projekt Marburg Skills“.“
Das „Marburg Modul“ steht für eine neue Art des interdisziplinären Lernens. Um die Innovation organisatorisch in der Universität zu verankern, wird das „Marburg Skills Center“ gegründet. Es soll für die Lehrenden die Möglichkeit bieten, sich in professionellen Lerngemeinschaften zu vernetzen, Qualifizierungsangebote für hybride transdisziplinäre Lernformen anbieten und die Weiterentwicklung der „Marburg Skills“ wissenschaftlich begleiten. Zunächst wird es am Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften angesiedelt.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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