Unter Soldaten: Inzidenz im Kreis weiter gesunken

21 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages senken die Inzidenz im Landkreis auf 42,2 ab. Zwei weitere Todesfälle mahnen jedoch zur Vorsicht.
Die Gesamtzahl der seit März 2020 bestätigten Corona-Infektionen liegt damit bei 6.314. 20 Betroffene wurden am Donnerstag (11. Februar) stationär im Krankenhaus behandelt. Am Mittwoch (10. Februar) waren noch 22 Personen stationär behandelt worden.
Weiterhin benötigen vier Personen eine intensivmedizinische Betreuung. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat sich um einen Trauerfall auf 207 erhöht.
Das Gesundheitsamt sowie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte betreuten 239 aktive Fälle von Covid 19. Die Zahl der aktiven Corona-Infektionen in Marburg ist von 57 auf 58 angestiegen. Die Zahl der „Genesenen“ ist im Landkreis um sieben auf 5.868 gestiegen.
Das Gesundheitsamt hat innerhalb der vergangenen sieben Tage insgesamt 104 neue Corona-Fälle registriert. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf weist daher eine Inzidenz von 42,2 auf.
Die Inzidenz errechnet sich aus der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Marburg-Biedenkopf befindet sich damit in der dritten von insgesamt sechs Stufen des Eskalationskonzepts der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus.
Bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen setzt die Kreisverwaltung künftig mit dem Programm „SORMAS ÖGD“ auf eine spezielle Software zum Kontaktpersonen-Management im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie. Das neue System wird bundesweit eingesetzt. Es zeichnet sich durch eine einfache Handhabung und intuitive Bedienung aus.
Die Software soll die Identifizierung und das Monitoring von Kontaktpersonen erleichtern. Infektionsketten können damit schneller erkannt, nachvollzogen und unterbrochen werden.
Insgesamt 120 Kontaktpersonenermittler des Gesundheitsamts wurden in der vergangenen Woche in der Anwendung geschult. Zu den Ermittlern gehören derzeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreis- und Stadtverwaltung der Universitätsstadt Marburg sowie Mitarbeitende des Robert-Koch-Instituts (RKI), Studierende sowie Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 1 aus Schwarzenborn.
Geschult hatten Angehörige des zur Division Schnelle Kräfte gehörenden Transporthubschrauberregiments 30 aus Niederstetten in der Herrenwaldkaserne in Stadtallendorf. Grundlage dafür sind die Erfahrungen der Heeresflieger mit dem System während eines wochenlangen Einsatzes im Ostalbkreis. Vier von ihnen stehen den Ermittlern des Kreises in dieser Woche noch als Berater zur Seite und beantworten Fragen zur Anwendung während der derzeit laufenden Einarbeitungsphase.
Unterdessen haben die 24 Soldaten des Panzerpionierbataillons 1 aus Holzminden, die zur Unterstützung von 20 alten-Pflegeeinrichtungen bei der Durchführung von Schnelltests eingesetzt werden, bereits knapp 1.000 Tests durchgeführt. Durch die Schnelltests in den Pflegeeinrichtungen soll der Eintrag von Infektionen mit dem Coronavirus in die Einrichtungen verhindert und gleichzeitig Besuche ermöglicht werden.
Die aktiven Fälle der Covid-19-Infektionen verteilen sich auf die Altersgruppe bis fünf Jahre mit zwei Fällen, auf die Altersgruppe sechs bis neun mit einem Fall, zehn bis 19 mit sieben Fällen und 20 bis 29 mit 47 Fällen. Die Altersgruppe 30 bis 39 verzeichnet 17 Fälle, 40 bis 49 Jahre 30 Fälle, 50 bis 59 Jahre 39 Fälle und die Altersgruppe 60 bis 69 Jahre 17 Fälle. Auf die Altersgruppe 70 bis 79 entfallen 14, auf die Altersgruppe 80 bis 89 Jahre 48 Fälle und auf die Altersgruppe 90 bis 99 Jahre 17 Fälle.

* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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