Rückschlag für Kreis: Gesundheitsamt meldet sieben Corona-Tote an einem Tag

Sieben Todesfälle innerhalb von 24 Stunden meldete der Landkreis in seinem täglichen Corona-Bericht am Dienstag (2. Februar). Das Gesundheitsamt registrierte 22 Neuinfektionen.
Die Gesamtzahl der seit März 2020 bestätigten Corona-Infektionen liegt damit bei 6.148. 28 Betroffene wurden am Dienstag (2. Februar) stationär im Krankenhaus behandelt. Das sind drei mehr als am Montag (1. Februar).
Acht Personen benötigten eine intensivmedizinische Betreuung. Das ist eine mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat sich binnen eines Tages um sieben auf 195 erhöht.
Das Gesundheitsamt Marburg sowie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte betreuten am Dienstag (2. Februar) 230 aktive Fälle von Covid 19. Das sind acht mehr als am Montag (1. Februar). In der Universitätsstadt Marburg ist die Zahl der aktiven Corona-Infektionen von 35 auf 36 angestiegen.
Das Gesundheitsamt hat im Landkreis innerhalb der vergangenen sieben Tage insgesamt 133 neue Corona-Fälle registriert. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf weist damit nun eine Inzidenz von 54 auf. Im Vergleich zum Vortag ist dieser Wert um 4,5 angestiegen.
Die Inzidenz errechnet sich aus der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vorangegangenen sieben Tage. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf befindet sich damit wieder in der vierten von insgesamt sechs Stufen des Eskalationskonzepts der hessischen Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus. Die Zahl der „Genesenen“ ist im Landkreis um fünf auf 5.723 gestiegen.
Unterdessen sind 24 Soldaten des Panzerpionierbataillons 1 aus dem niedersächsischen Holzminden im Landkreis Marburg-Biedenkopf eingetroffen. Sie unterstützen im Rahmen der Amtshilfe das Gesundheitsamt und alten-Pflegeeinrichtungen bei der Durchführung von Schnelltests. Marburg-Biedenkopf ist einer der ersten Landkreise, wo Soldaten für diesen Zweck zum Einsatz kommen.
Durch die Schnelltests in den Pflegeeinrichtungen soll der Eintrag von Infektionen mit dem Corona-Virus in die Einrichtungen verhindert und gleichzeitig Besuche ermöglicht werden. Der dafür nötige Personalbedarf kann jetzt mit Unterstützung der Bundeswehrsoldaten besser gedeckt werden.
Nachdem die Soldaten aus Holzminden von Mitarbeitenden des Gesundheitsamts umfassend geschult wurden, kommen sie an zunächst 20 Alten-Pflegeeinrichtungen im Kreis zum Einsatz. Der Kreis hatte zuvor die Bedarfe der Einrichtungen abgefragt.
Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Vertreter des Kreisverbindungskommandos begrüßten die Soldaten aus Niedersachsen im Landratsamt. „Der Schutz und die Risikominimierung in den Altenpflegeeinrichtungen ist eine unserer vordringlichsten Aufgaben“, sagte Zachow. „Bereits seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres unterstützt der Kreis mit einer eigens gebildeten Task-Force die Einrichtungen und berät sie beispielsweise zu Hygienefragen, zum Umgang mit dem Corona-Virus, zu entsprechender Schutzausrüstung oder Schutzmaßnahmen sowie durch Reihentestungen bei Auftreten von positiven Fällen.“

* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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