Stillleben mit Maske: Kunstmuseum öffnet wieder

Das Kunstmuseum öffnet am Mittwoch (13. Mai) wieder für die Öffentlichkeit. Nachdem das Museum wegen der Coronavirus-Pandemie vor acht Wochen schließen musste, ist es ab dann wieder zugänglich.
Für Kunstinteressierte ist diese Mitteilung der Philipps-Universität vermutlich „die gute Nachricht der Woche“. Andererseits weckt die – mit der Lockerung der Einschränkungen auf Marburgs Straßen leider vielfach einhergehende – Nachlässigkeit vieler Mitmenschen nicht nur bei Landrätin Kirsten Fründt Besorgnis. Das Kunstmuseum jedoch bemüht sich mit verschiedenen Vorsichtsmaßnahmen um einen angemessenen Infektionsschutz.
Um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie des Teams im Kunstmuseum zu gewährleisten, sind besondere Schutz- und Hygienemaßnahmen zu beachten: Beim Museumsbesuch muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen sowie ein Mindestabstand von 2 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Die Kasse im Foyer ist mit einem Plexiglasschutz ausgestattet.
nMaximal 20 Personen können das Museum gleichzeitig besuchen; eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Vorerst können zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 weder Veranstaltungen oder Führungen, noch Workshops im Museum stattfinden, die Ausstellungen aber stehen Kunstinteressierten wieder zur Verfügung.
Derzeit sind großformatige Stillleben des Wiesbadener Künstlers Rolf Gith zu sehen; die Sonderausstellung „message of painting“ wurde bis Freitag (20. September) verlängert.
In altmeisterlicher Technik nutzt der Maler Eitempera- und Harzölfarbe bei seiner tiefgründigen Befragung von Bild und Wirklichkeit. Alle Motive sind monumental dargestellt, denn Bleistifte, Weintrauben, Fläschchen und alle anderen Objekte sind um mehr als das Zehnfache vergrößert.
Auch die Dauerausstellung ist geöffnet. Sie zeigt verschiedene Kunstströmungen der Moderne sowie Werke der Nachkriegsavantgarde aus der Sammlung Hilde Eitel. Daneben ist Kunst des 19. Jahrhunderts zu sehen vor allem der Willingshäuser Künstlerkolonie und Malerei Otto Ubbelohdes.
Interessierte können die Sammlung auch online entdecken: Jeden Mittwoch stellt das Museum in der „Kunstpause digital“ auf seiner Homepage www.uni-marburg.de/uni-museum ein Kunstwerk mit einem inspirierenden erläuternden Text vor.
Seit Neuestem werden hier auch Objekte aus dem Depot gezeigt, die selbst regelmäßigen Museumsbesucherinnen und -besuchern unbekannt sein dürften. Des Weiteren bietet die Homepage zwei Online-Ausstellungen zu den Themen „Sammlung Richard Hamann“ und „Carl Bantzer und die Fotografie (1890-1940). Ein Maler blickt durch die Linse“.
Das Museum ist täglich außer dienstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 5 Euro für Erwachsene sowie ermäßigt 3 Euro. Personen unter 18 Jahren und Studierende der Philipps-Universität haben freien Eintritt.
Das Landgrafenschloss öffnet voraussichtlich am Donnerstag (4. Juli) mit einem kleineren Rundgang vom Fürstensaal zur Kapelle wieder. Das kulturhistorische Museum im Wilhelmsbau bleibt vorerst noch geschlossen.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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