Wunsch nach Besserung: Väteraufbruch erinnert an Trennungskinder

Der Internationale „Eltern-Kind-Entfremdungstag“ findet am Samstag (25. April) statt. Dabei wird an Kinder gedacht, die nach Trennung und Scheidung keinen Kontakt zu einem Elternteil mehr haben können.
Wenn sich die Eltern trennen, geraten die Kinder oft „zwischen die Fronten“. Trennungskinder wünschen sich jedoch, dass beide Eltern weiterhin für sie sorgen und sie betreuen mögen. Kinder haben beide Eltern lieb und wünschen sich, dass sie zu beiden eine gute Beziehung leben können.
Ein kleiner Teil der Trennungseltern ist nicht in der Lage, ihren Kindern diesen Wunsch zu erfüllen. In diesen Fällen wir das Kind zum Objekt eines Elternstreits. Damit bringen sie ihr Kind in einen zerreißenden Loyalitätskonflikt zwischen dem betreuenden Elternteil und dem noch umgangsberechtigten außerhalb lebenden Elternteil.
Die Kinder sind aber vom betreuenden Elternteil absolut abhängig. Von diesen wird wiederum absolute Loyalität ihnen gegenüber gefordert. Schon kleine Kinder können diesen Konflikt nur durch eine psychische Abspaltung lösen, so dass sie den außerhalb lebenden Elternteil ablehnen.
Auch wenn der Kontakt zu dem ausgegrenzten Elternteil offen abgelehnt wird, ist das als eine unbewusste Selbstschutzreaktion des Kindes zu verstehen. Für den abgelehnten Elternteil ist das sehr schmerzhaft, denn er will sich weiterhin liebevoll und verantwortungsbewusst um sein Kind kümmern und für es sorgen. Nicht selten wird dem Kind vom betreuenden Elternteil ein schlechtes Bild vom ausgegrenzten Elternteil vermittelt, als sei dieser ein gefährliches Monster oder ein „Alien“.
Der Väteraufbruch für Kinder betreut Trennungskinder und deren Familien in konfliktreichen Situationen. Dabei geht es nicht um Väter beziehungsweise Mütter, die das Wohl ihres Kindes durch Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch gefährdet haben. Vielmehr geht es um Eltern, die nach wie vor gewissenhaft ihren elterlichen Pflichten nachkommen wollen.
Deshalb versuchen sie über Beratung und Familiengerichte ihre Sorgepflicht den Kindern gegenüber zu erhalten oder wiederzuerlangen. Sein Kind nicht mehr sehen zu dürfen ist für ausgegrenzte Elternteile das Schlimmste.
Leider ist es in der familienrechtlichen Praxis so, dass häufig noch -ohne eine Überprüfung – dem induzierten „verfestigten, ablehnenden Willen“ des Kindes auf Umgangsausschluss gefolgt wird, so dass der sorgepflichtige und sorgewillige Elternteil schlimmstenfalls gerichtlich vom Umgang mit seinem Kind ausgeschlossen wird. So wird das noch lebensunerfahrene Kind zum Schuldigen seines Familienschicksals gemacht.
Der Väteraufbruch für Kinder beschäftigt sich in einer eigenen Projektgruppe seit Jahren mit diesem Thema und dem Schicksal der betroffenen Kinder und ihren Familien. Er fordert familienrechtliche Regelungen die eine Entfremdung des Kindes vom anderen Elternteil ausschließen und stattdessen Trennungsfamilien durch Information, Beratung und Mediation in einer Kooperativen Elternschaft, die einzig dem Kindeswohl nach Trennung und Scheidung entspricht, unterstützen.

* pm: Väteraufbruch für Kinder Marburg

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