Komplett bezahlt: Stadt schaltet Zahlfunktion online

Die Digitalisierung der Stadtverwaltung schafft einen neuen Service. Beantragen und Bezahlen geht nun auch online.
Die Digitalisierung der Universitätsstadt Marburg schreitet voran. Das muss auch so sein, denn „das Onlinezugangsgesetz von 2017 legt fest, dass die Öffentliche Hand binnen fünf Jahren Verwaltungsleistungen auch online anbieten muss“, erklärte Dr. Karen Verbist von der städtischen Koordinierungsstelle „Digitale Verwaltung“. Stichtag ist der 31. Dezember 2022 – für Marburg ebenso wie für alle anderen Städte, Gemeinden, den Bund und die Länder in Deutschland.
„Wir sind auf dem Weg der Digitalisierung unserer Verwaltung schon gut vorangekommen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Die Digitalisierung spart Zeit, Papier und (Steuer-)Geld, sie macht die Stadtverwaltung effizienter und unseren Service bürgerfreundlicher.“
Jüngster Meilenstein auf diesem Weg ist die Online Bezahlfunktion für Kartenzahlung oder Bezahldienste unter www.marburg.de/od. Der Webcode „od“ steht für „Online Dienste“ – oder per QR-Code. Ob PayPal, Paydirekt, Giropay oder Sepa-Lastschrift, Bank- oder Kreditkarte – die Bürger*innen können eine ganze Reihe von Dienstleistungen über die Homepage der Stadt nun online beantragen und die fälligen Gebühren auch gleich online bezahlen.
Das sind bislang vor allem Dienstleistungen von Standesamt, Stadtarchiv und Fachdienst Gewerbe, die auf der Seite gelistet sind, Links führen zu den jeweiligen Antrags- und Bezahlformularen für einfache Meldebescheinigungen, Urkunden aus dem Personenstandsregister wie Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden, Parkausweise für Anwohner*innen (Erstanträge und Verlängerungen), Kopien aus dem Personenstandsregister (Geburtsregister älter als 110 Jahre, Heiratsregister älter als 80 Jahre, Sterberegister älter als 30 Jahre). Außerdem können Bürger*innen nun auch Mahnungen der Stadt online begleichen oder bei Ordnungswidrigkeiten im Verkehr ihre Sicht der Dinge im Online-Anhörungsverfahren darlegen.
Dazu kommen weitere Online-Service-Leistungen wie die Statusabfrage zu Ausweisdokumenten, Bestellung von Stadtschriften, Anträge auf Baumfällungen oder Führungszeugnisse, Gewerbeanmeldung oder Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister. Praktisch und bequem von zu Hause aus ist auch die Online-Fundsachensuche: Dort sind nicht nur Marburger Fundsachen gelistet, sondern gefundene Dinge im Umkreis von 100 Kilometern – nach Kategorien eingeteilt von Ausweisen über Fahrzeuge, Brillen, Schlüssel oder Schmuck bis zu Tüten oder Tieren und mehr.
Die Menschen „können“ den Online-Service der Stadt Marburg nutzen, sie „müssen“ es aber nicht. Nur die Stadt „muss“ – und zwar, die Leistungen bis Ende 2022 auch online anbieten. Wer dagegen als Bürger*in nicht online sein kann oder will, darf natürlich weiterhin persönlich vorbeikommen und seine Angelegenheiten direkt und/oder auf dem Post- und Papierweg regeln.

* pm: Stadt Marburg

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