Team mit Erfolg: Deutsche Meister im Blindenfußball erhielten silberne Sportplakette

„Das ist eine wunderbare Leistung, auf die wir alle ganz stolz sind“, sagte Stadträtin Kirsten Dinnebier. Das Team der Sportfreunde Blau-Gelb (SFBG) BliStA Marburg ist deutscher Meister im Blindenfußball.
Die Sportler haben Schalke geschlagen, Dortmund geschlagen und im Finale gegen St. Pauli gewonnen. In dieser Saison haben sie das geschafft, wovon alle Fußballer träumen. Bereits zum fünften Mal ist das Team Deutscher Meister im Blindenfußball geworden.
Für ihre Leistung wurden die Spieler und ihre Trainer mit der Silbernen Sportplakette der Stadt Marburg ausgezeichnet. während eines Empfangs im Historischen Saal des Rathauses nahmen die Sportler und ihre Trainer die Ehrung entgegen.
Alle könnten sehr stolz darauf sein, was in den vergangenen Jahren mit der Mannschaft geschaffen und geschafft wurde, sagte Dinnebier. Dabei gehe es nicht nur um sportliche Erfolge, sondern um den Gedanken der Inklusion und um nachhaltige Arbeit. „Damit haben Sie nicht nur für den Blindenfußball geworben, sondern auch ein Zeichen für die Universitätsstadt Marburg gesetzt“, bemerkte die Stadträtin.
Auch der ehemalige Oberbürgermeister Egon Vaupel, der dem Team als Vorsitzender der Fußballabteilung der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg gratulierte, betonte die Strahlwirkung des Erfolgs. „Diese deutsche Meisterschaft steht der Universitätsstadt Marburg ganz ausgezeichnet“, meinte Vaupel. „Es ist euer Erfolg; aber die ganze Stadt versammelt sich in diesem Licht.“
Folgerichtig lautete sein Schlusswort „Wir sind deutscher Meister“, auch wenn er ein bekennender Schalke-Fan ist. Vaupel äußerte außerdem die Hoffnung, Spieltage der Mannschaft künftig zentral in Marburg austragen zu können.
Dazu habe es bereits erste Gespräche gegeben. Der ganze Verein sei stolz auf die Blindenfußballer*innen und blicke mit Hochachtung auf deren Leistung.
Kreisfußballwart Peter Schmidt überbrachte dem Team beim Empfang die Glückwünsche des Präsidiums und des Landkreises. „Ich habe gedacht: Das ist ja unglaublich“, erinnerte sich Schmidt an den Tag des Finales und die Tatsache, dass sogar in der Sportschau darüber berichtet wurde.
„Ich wäre gern bei der anschließenden Feier dabeigewesen“, erklärte er. „Die war wahrscheinlich anstrengender als das eigentliche Spiel.“
Schmidt hofft, dass man künftig auch einmal ein Endspiel des Blindenfußballs in Marburg austragen wird. Zweimal habe man sich bereits beworben, „aller guten Dinge sind drei“, sagte er. „Und das dann vielleicht wieder mit dem gleichen Ende wie in dieser Saison!“
Trainer Manfred Dünsing lobte bei seiner Dankesrede augenzwinkernd die „prophetische Gabe“ des Fachdiensts Sport, der im Sportkalender im August eine Spielszene der SFBG Blista mit den Worten „Blindenfußball – Deutscher Meister“ kommentiert hatte. Allerdings sei dahinter ein Fragezeichen gesetzt gewesen. Die Mannschaft habe ein Ausrufezeichen daraus gemacht.
Der Trainer bedankte sich bei allen Beteiligten. Er hob noch einmal die Physiotherapeuten hervor und erwähnte als „Vater des Erfolgs“ den Bundestrainer Peter Gößmann.
Neben Dünsing wurden auch Felix Mania und Sebastian Schleich als Trainer mit der Silbernen Sportplakette geehrt ebenso wie die Spieler*innen Elisabeth Alaoui-Mashabi, Philippe Berthold, Adriani Botez, Rebecca Fuchs, Björn Hoppmann, Thomas Horn, Niklas Karcher, Taime Kuttig, Alican Pektas, Niclas Schubert, Sebastian Themel, Pascal Tödter, Robert Warzecha und Tobias Wenzel. Die Urkunde ist sowohl in Schwarz- wie auch in Punktschrift gefertigt.

* pm: Stadt Marburg

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