marburg.fake: Neue Onlinezeitung desinformiert kostenlos

Nach marburg.news gibt es nun auch marburg.fake mit Meldungen aus und über Marburg. Allerdings widmet sich das neue Angebot ab sofort ausschließlich sogenannten „Fake News“.
Angesichts der mit Macht über Deutschland hereinbrechenden Wahlkampfzeiten lag diese Angebotsausweitung nahe. Längst werden die Medien mit – meist wenig aussagekräftigen – Mitteilungen der Kandidirenden zur Bundestagswahl überschwemmt. Die neue Plattform veröffentlicht nun alle Nachrichten, deren Gehalt fragwürdig oder offenkundig widerlegbar ist.
Damit hält marburg.fake das Schwesterprodukt marburg.news frei von zweifelhaften Berichten. Ob damit allerdings eine Schmälerung des Umfangs der Onlinezeitung für Marburg einhergehen wird, muss sich indes noch erweisen. In jedem Fall möchte das fjh-Journalistenbüro mit dieser Trennung seine redaktionelle Arbeit in Grenzen halten.
Vor allem Parteien und Politiker können ihre Verlautbarungen jetzt direkt an marburg.fake mailen. Aber auch Firmen und fremdenfeindliche Personen sollten sich mit ihren Mitteilungen direkt an marburg.fake wenden.
Ungeprüft werden sie dort veröffentlicht. Lediglich die Satzzeichen werden redigiert.
Anstelle des sonst üblichen Punkts gibt es bei marburg.fake ausschließlich Ausrufzeichen. Fragezeichen hingegen werden durch einen Punkt ersetzt. So sorgt marburg.fake für klare Aussagen.
Als Leserschaft erhofft sich die Reaktion all diejenigen, denen einfache Lösungen lieber sind als ausführliche Recherche. Allerdings wehrt sie sich gegen den Vorwurf, sie schaffe damit eine mediale Alternative für Dumme (AfD). Vielmehr veröffentlicht sie auf marburg.fake all das, wo „Lügenpresse“ drin sein könnte.

* Franz-Josef Hanke

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