Schwangere und Abschiebung: Schalauske kritisiert Umgang mit Algerierin

Empört reagierte der linken-Landtagsabgeordnete Jan Schalauske am Montag (18. Februar) auf einen gescheiterten Abschiebeversuch. Betroffen war eine hochschwangere Frau aus Algerien.

Sie besaß ein ärztliches Attest, das ihre Flugunfähigkeit bescheinigte. Ausserdem hatte ihr Mann eine schriftliche Zusage für einen Arbeitsplatz in Cappel. Dennoch wurde sie in Frankfurt in ein Flugzeug gesetzt.
letztlich verhinderte der Pilot dann doch noch ihre Abschiebung. Er weigerte sich, die ärztlich als Risikopatientin eingestufte Algerierin mitzunehmen.
„Für DIE LINKE ist klar: Dieser Fall steht für ein eklatantes Behördenversagen, das aufgeklärt werden muss“, erklärte Schalauske. „Die hier Verantwortlichen müssen für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden. Wir werden dafür sorgen, dass dieser Fall Thema im Hessischen Landtag wird.“
Die geplante Abschiebung der Frau aus Cappel reihe sich ein in eine ganze Liste von skandalösen Abschiebungen oder Abschiebeversuchen aus Hessen, die auch vor Kindern, Kranken oder in diesem Fall vor einer Hochschwangeren nicht Halt machten. Dieser Umgang mit Asylbewerbern und Flüchtlingen sei ein Armutszeugnis für die Regierungskoalition aus CDU und Grünen.
DIE LINKE unterstütze alle Initiativen und Gruppen, die sich gegen eine solche Politik zur Wehr setzen. Deren Arbeit sei „ein Zeichen der Menschlichkeit in Zeiten, in denen von AfD bis weit in die CDU/CSU hinein die Rufe nach schnelleren Abschiebungen leider immer lauter“ werden“.

* PM: Jan Schalauske, MdL

2 Kommentare zu “Schwangere und Abschiebung: Schalauske kritisiert Umgang mit Algerierin

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