Auf Vertrauen: Betrug mit Immobilie und gefundener Scheckkarte

Zu Vorsicht bei Geschäften im Internet rät die Polizei immer wieder. Ende Mai überwies eine in Marburg lebende Frau trotzdem Geld auf ein Konto im Ausland.
Die 41 Jahre alte Frau aus Marburg suchte auf einer bekannten Internetplattform für Immobilien eine Wohnung in Berlin. Sie fand ein interessantes Angebot und nahm Kontakt mit dem Verkäufer auf. Letztlich ließ sie sich darauf ein, die zum Geschäftsabschluss notwendigen Gebühren von fast 1.500 Euro vorab auf ein Konto in den Niederlanden zu überweisen.
Auf den dafür versprochenen Vertrag und Wohnungsschlüssel wartet sie seit nunmehr über zwei Wochen. Der angebliche Verkäufer meldet sich nicht mehr und antwortet auch nicht mehr auf elektronische Post.
Nach polizeilicher Erfahrung ist die Marburgerin einem Betrüger auf den Leim gegangen. Das Geld ist weg und vermutlich existiert die Wohnung in Berlin gar nicht oder steht weder zum Verkauf noch zur Vermietung.
Eine verlorengegangene Geldbörse behielt der Finder für sich und machte mit der enthaltenen Scheckkarte auch noch unberechtigte Umsätze. Jetzt ermittelt die Polizei wegen Fundunterschlagung und Missbräuchlicher Benutzung der EC-Karte.
Der Marburger Besitzer verlor seine Geldbörse vermutlich am Freitag (8. Juni) während einer Busfahrt von Sarnau zum Marburger Hauptbahnhof.
Den Verlust bemerkte er erst einen Tag später. Am Montag (11. Juni) gab es dann den zweiten Schock, als er bei der Überprüfung des Kontos den – nach dem Verlust getätigten – Karteneinsatz feststellte. Der „Finder “ hatte die Karte zwischen Freitag (8. Juni) und Samstag (9. Juni) an der Tankstelle am Krummbogen benutzt.

* pm: Polizei Marburg

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