Heftige Unwetter: Feuerwehr musste Schlossberg-Center evakuieren

Heftige Unwetter sind am Dienstag (29. Mai) auch über Marburg hinweggezogen. Wegen Einsturzgefahr des Dachs wurde das Schlossberg-Center evakuiert.
In mehreren Wellen rollten Gewitter mit Starkregen und Hagel über das Land hinweg. Die erste Welle traf Marburg kurz nach 17 Uhr. Ab etwa 17.45 Uhr war die Feuerwehr dann mit 250 Leuten im Dauereinsatz.
Wegen der Wassermassen drohte der Einsturz einer Decke im Schlossberg-Center. Einzelne Platten fielen herab.
Das Einkaufszentrum an der Universitätsstraße wurde daraufhin evakuiert. Dazu setzte die Feuerwehr auch die Brandmeldeanlage ein. Angesichts der Schäden bleibt das Schlossberg-Center vorerst geschlossen.
Durch stundenlangen Dauerregen wurden in Mittelhessen zahlreiche Keller überflutet. Erst nach 20 Uhr ließen Donner und Regen allmählich nach.
Mit vereinten Kräften beseitigten Aktive der Jüdischen Gemeinde Marburg Wasserschäden im Keller der Synagoge an der Liebigstraße. In der Neuen Zentralen Universitätsbibliothek (ZUB) am Pilgrimstein stand das Wasser zwei Zentimeter hoch. Im Gegensatz zum Schlossberg-Center bleibt die Bibliothek aber geöffnet.
Besonders hart getroffen hat das Unwetter die nordrhein-westfälische Stadt Wuppertal. Dort knickte der Tragpfeiler einer Tankstelle ein. Das Dach einer Schule brach unter den Wassermassen zusammen.
In Solingen wurde die Gedenkfeier an den rassistischen Brandanschlag vom 29. Mai 1993 wegen des Unwetters abgebrochen. Auch für das Fronleichnamswochenende ist mit weiteren Gewittern und Unwettergefahr zu rechnen. Damit veranschaulicht das Wetter zugleich auch die politische Lage mit weiterhin drohendem Rechtspopulismus und Rassismus.

* Franz-Josef Hanke

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