Hilfe: Polizei warnt vor betrügerischen Anrufen

Vor betrügerischen Telefonanrufen hat die Polizei am Freitag (4. Mai) gewarnt. Im Landkreis wurden vier Personen Opfer derartiger Aktionen.
Der Betrug geht entweder mit einem Anruf oder mit einem am PC aufpoppenden Fenster los. Darin wird dann auf ein Computerproblem und auf eine Rufnummer zur Hilfeleistung hingewiesen. In beiden Fällen melden sich angebliche Mitarbeiter von Microsoft und bieten „großzügig“ ihre Hilfe an.
Einziges Ziel dieser Betrüger ist es jedoch, an den Datenbestand des Rechners und an das Geld des Opfers zu gelangen. Diese bundesweite Betrugsmasche erreichte auch den Landkreis Marburg-Biedenkopf.
In den zurückliegenden Tagen traf es bislang mindestens vier Opfer. Die Täter erbeuteten jeweils mehrere Hundert Euro.
Sie überreden ihre Opfer zur Installation von Software und verlangen in deren Verlauf persönliche Daten. Die so ergaunerte Fernwartung erlaubte den Tätern den totalen Zugriff auf den Computer und damit auch auf das online-Banking. Sie schaffen es, das Opfer zur Weitergabe der via Handy übermittelten TAN zu überreden.
Letztlich erbeuteten die Täter jeweils rund 300 Euro. Das sind bewusst kleinere Summen, bei denen man nicht sofort Verdacht schöpft und bei denen keine Probleme beim online-Banking zu erwarten sind.
„Wenn Sie ein Problem weder telefonisch, noch per Rechner selbst irgendwo mitgeteilt haben und um Hilfe ersucht haben, dann legen Sie einfach auf“, rät Polizeisprecher Martin Ahlich. „Lassen Sie sich nicht auf unangekündigte und unerwartete Anrufe ein!“
Hinterher ist das Geld weg, doch der infizierte Rechner funktioniert trotzdem nicht. Kein seriöser Betrieb ruft unaufgefordert an und bietet die Lösung eines Problems an, das man vor dem Anruf noch gar nicht erkannt hat.
„Verhindern Sie unbedingt einen ungewollten Fernzugriff und installieren Sie deshalb auf gar keinen Fall irgendeine angeblich notwendige Software“, warnt Ahlich. „Geben Sie niemals persönliche Daten am Telefon preis, insbesondere keine Konto- oder Kreditkartendaten oder Passwörter.“

* pm: Polizei Marburg

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