In einen Streit gerieten zwei Männer im Alter von 34 und 41 Jahren sowie die 27-jährige Lebensgefährtin des 41-jährigen Mannes am Dienstag (22. September) auf einem Parkplatz im Bereich der Gisselberger Straße. Die drei Beteiligten sind einander bekannt.
Nach aktuellem Ermittlungsstand kam es gegen 18.15 Uhr zwischen den beiden Männern zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der auch ein Messer zum Einsatz kam. Beide Männer wurden leicht verletzt. Zudem warf die Frau eine Axt in Richtung des 34-jährigen Kontrahenten, traf ihn jedoch nicht.
Mehrere Funkstreifen fuhren zum Parkplatz und nahmen die drei erheblich alkoholisierten Personen fest. Ein Rettungswagen wurde ebenfalls hinzugezogen. Eine Versorgung der leicht verletzten Männer war nicht erforderlich. Die Polizisten stellten das Messer und die Axt sicher.
Anschließend mussten die Männer und die Frau mit auf die Wache nach Marburg, wo ein hinzugezogener Arzt Blutentnahmen durchführte. Mangels vorliegender Haftgründe wurden die drei nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat laufen aber noch. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
Gegen 23.20 Uhr meldete sich ein Busfahrer beim Polizeinotruf und berichtete über einen Mann, der zuvor in dem Bus randaliert hatte und den Bus deswegen verlassen musste. Nun stand er an der Haltestelle in der Baldingerstraße und schlug gegen den Bus. Gleich mehrere Streifen fuhren zur Haltestelle und nahmen den Randalierer fest, der in Begleitung einer Frau war.
An dem Bus entstand kein Sachschaden. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei den beiden um den 41-jährigen Mann und die 27-jährig Frau handelte, die zuvor an den Streitigkeiten in der Gisselberger Straße beteiligt waren. Während der Sachverhaltsklärung erlitt die 27-jährige Frau einen medizinischen Notfall, woraufhin die Einsatzkräfte Erste Hilfe leisteten und den Rettungsdienst alarmierten.
Während der medizinischen Versorgung der Frau störte der 41-jährige Mann die Maßnahmen. Trotz mehrfacher Aufforderungen, das zu unterlassen, setzte er sein Verhalten fort. Als ihn die Beamten schließlich aufforderten, die Örtlichkeit zu verlassen, leistete der Mann Widerstand und schlug um sich. Den Polizisten gelang es, den aggressiven Mann, der die Einsatzkräfte beleidigte, festzunehmen.
Der Mann erlitt leichte Verletzungen, die jedoch nicht behandlungsbedürftig waren. Letztlich musste er die Nacht zur Ausnüchterung in einer Gewahrsamszelle der Polizei verbringen. Unterdessen sollte die 27-jährige Frau von Rettungskräften zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Auf der Fahrt im Rettungswagen schnallte sie sich plötzlich ab, stand auf und spuckte einem Polizisten ins Gesicht. Anschließend versuchte sie die Beamten zu treten und wehrte sich gegen die anschließende Fesselung. Im Anschluss an die Behandlung im Krankenhaus wurde die Frau in einer psychiatrischen Klinik vorgestellt, wo der diensthabende Arzt sie aufnahm.
Drei Polizeibeamte erlitten im Rahmen der Widerstandshandlungen und des tätlichen Angriffs leichte Verletzungen. Sie konnten ihren Dienst fortsetzen. Auf den 41-jährigen Mann und die 27-jährige Frau kommen nun weitere Strafverfahren zu.
* pm: Polizei Marburg