Rentenverweigerung: Arbeiten bis zum sozialverträglichen Ableben

„Arbeiten bis zum sozialverträglichen Ableben? heißt eine Aktion des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Die Performance gegen die Sozialpolitik der Bundesregierung findet am Mittwoch (2. September) vor dem Erwin-Piscator-Haus statt.
nachdem „Kollege Karl“ als Skelett in Arbeitskleidung und mit Schutzhelm –
bereits in der vergangenen Woche in Alsfeld auf eindrucksvolle Weise die Absurditäten der Bundesregierung in Sachen Rentenpolitik und Arbeitszeit aufgezeigt hat, will er die erfolgreiche Aktion in Marburg wiederholen. Seine Performance „Arbeiten bis zum sozialverträglichen Ableben?“ findet am Mittwoch (2. September) um 15:00 Uhr vor dem Erwin-Piscator-Haus (EPH) an der Biegenstraße statt.
Ersatzlose Streichung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, stattdessen schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. Außerdem soll durch die Einführung weiterer kapitalgedeckter Elemente dem Zocken mit der Altersvorsorge der Versicherten an den Börsen Tür und Tor geöffnet werden. So sehen die von der Rentenkommission und von der Bundesregierung abgenickten Pläne zur Rente aus.
Geht es nach den Vorstellungen aus dem Bundeskanzleramt, wird das Arbeitszeitgesetz ausgehöhlt und der 8-Stunden-Tag abgeschafft. 13-Stunden-Schichten sind dann möglich. Gleichzeitig werden tarifliche Regelungen zur Arbeitszeit immer wieder in Frage gestellt.
Die 35-Stunden-Woche sei angeblich nicht mehr zeitgemäß, heißt es immer häufiger aus den Vorstandsetagen. „So wird mit der Gesundheit und letztlich mit dem Leben unserer Kolleginnen und Kolegen gespielt“, erklärte Kollege Karl. Das will er auch in Marburg vor dem Erwin-Piscator-Haus verdeutlichen.

* pm: DGB Marburg

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