Leichter Anspruch: Wir werden Euch nicht helfen können

„Wir werden euch nicht helfen können!“ Das ist der Titel einer Veranstaltung gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens am Donnerstag (6. August).
„Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima am 6. August 1945 und Nagasaki am 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 100.000 Menschen sofort. Das waren fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter.
An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den nächsten Jahren kamen etliche hinzu. Japan gibt die Gesamtzahl der Todesopfer – einschließlich der an Strahlenkrankheiten und -verletzungen Verstorbenen – bisher mit 344.306 für Hiroshima und mit 198.785 für Nagasaki an.
Damit dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht in Vergessenheit gerät, werden am 6. und 9. August weltweit viele Veranstaltungen zum Gedenken und zur Mahnung durchgeführt. In Marburg initiierte das Marburger Bündnis „Nein zum Krieg!“ eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung.
Ihr Titel lautet „Wir werden euch nicht helfen können!“ Gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens wendet sich am Donnerstag (6. August) um 18 Uhr eine Veranstaltung im Historischen Saal des Rathauses. Referentin ist Dr. Nadja Rakowitz. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins demokratischer Ärzt*innen (vdaeae).
Ein Grußwort spricht Bürgermeisterin Nadine Bernshausen. Die Moderation hat Dr. Stephan Nolte von der (IPPNW) übernommen.
Wieder befindet sich die Welt mitten im Krieg. Die Gefahr des Einsatzes nuklearer Waffen wird in einer gigantischen Aufrüstungsspirale immer realistischer. Hiroshima und Nagasaki haben gezeigt: Im Falle einer nuklearen Katastrophe versagt jedwede ärztliche oder humanitäre Hilfe.
Aber auch im sogenannten „konventionellen Krieg“ wird es sehr fraglich sein, wie viel Hilfe die Zivilbevölkerung vom Gesundheitswesen erwarten kann. Deshalb muss die Lehre auch aus Hiroshima und Nagasaki sein: Kriege müssen verhindert werden!

* pm: Marburger Bündnis „Nein zum Krieg!“

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