„Vertical Smile“ heißt eine Ausstellung mit Werken von Viola Bittl und Hanna-Maria Hammari. Die Vernissage findet am Donnerstag (11. September) im Marburger Kunstverein statt.
Dort ist die Ausstellung vom 11. September bis 12. November 2026 zu sehen. Die 1980 geborene Viola Bittl studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Sean Scully sowie an der Kuvataideakatemia in Helsinki und schloss 2011 als Meisterschülerin an der Frankfurter Städelschule ab. Dann folgten Stipendien im Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg und an der Hessischen Kulturstiftung in New York. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen international zu sehen, unter anderem in Hamburg, Bonn, Wiesbaden, Kassel, Berlin, Paris und Tirana.
„Gerade weil Bittls großformatige, vielschichtige und kraftvoll leuchtende Bilder das Ende der Moderne nicht anerkennen und beruhen lassen wollen, was vermeintlich als abgeschlossen gilt, formuliert sich mit jedem ihrer figur-ground-paintings eine Provokation, die nicht nur die historische Obsoleszenz bildlicher Darstellbarkeit in der Sprache der Abstraktion befragt, sondern die in ihrer erweiterten produktionsästhetischen Auseinandersetzung eine Bildästhetik entwirft, die sich aus einem umfangreichen Werkzeugkasten geometrisch-biomorpher Formationen und ihrer komplexen kunsthistorischen Zusammenhänge bedient““, heißt es im Textauszug aus dem Katalog „Take the A-Train“ 2021 von Vivien Trommer.
Hanna-Maria Hammari wurde 1986 in Finnland geboren. Sie lebt und arbeitet in Karlsruhe. Die Bildhauerin studierte von 2011 bis 2017 an der Städelschule in Frankfurt und in Cooper Union, in New York.
Ihre skulpturalen Kompositionen aus Keramik, Stahl, Holz und Fundstücken erforschen materielle Fiktionen. Sie reflektieren die Fragilität des Menschen im Kontext ökologischer und sozialer Kräfte und verfolgen die instabilen Grenzen von Körper und Selbst aus einer feministischen Perspektive. Hammari inszeniert die Spannung zwischen Begehren und Unbehagen, Anerkennung und Entfremdung, wobei Transformation als Grundlage der Existenz erscheint.
Die Vernissage im Marburger Kunstverein am Gerhard-Jahn-Platz findet am Donnerstag (11. September) um 18 Uhr statt. Die Begrüßung übernimmt der Kunstvereins-Vorsitzende Dr. Michael Herrmann. Eine Einführung in die Ausstellung nimmt Dr. Isa Bickmann vor. Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie mittwochs von 11 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
* pm: Marburger Kunstverein