Der Radweg zwischen Gisselberg und Niederweimar ist erneuert worden. Das Ergebnis ist mehr Sicherheit im Radverkehr.
Die Bauarbeiten im Marburger Stadtteil Gisselberg und dem Weimarer Ortsteil Niederweimar für den Radverkehr sind abgeschlossen. Damit können Radelnde in Zukunft dort von den jeweiligen Ortsrändern noch besser und bequemer auf den straßenbegleitenden Radweg an der K 42 fahren. Die Arbeiten hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf in Abstimmung mit der Universitätsstadt Marburg und der Gemeinde Weimar beauftragt. Die Gesamtkosten lagen bei etwa 512.100 Euro.
75 Prozent der Kosten und damit rund 384.000 Euro wurden über das Förderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes abgedeckt, das vom Land verwaltet wird. Die übrigen Kosten trägt der Kreis. Die Planungen hatte das Büro „HS Ingenieure GmbH“ aus Gießen übernommen, für die Bauarbeiten war die Firma „Hinterlang GmbH & Co.KG“ aus Bad Endbach verantwortlich. Die geplante Dauer der Bauzeit von rund vier Monaten wurde eingehalten.
„Durch den Abschluss der Arbeiten tragen wir zu einem entscheidenden Faktor bei, den es für die Stärkung des Radfahrens im Alltag braucht: nämlich Sicherheit“, betonte Landrat Jens Womelsdorf. „Deswegen freue ich mich sehr, dass die Arbeiten auch im Zeitplan abgeschlossen werden konnten und die Radverkehrs-Infrastruktur im Kreis verbessert wurde.“
Am Ortseingang von Niederweimar wurde der Auf- und Abfahrbereich zwischen Rad- und Gehweg sowie Straße neu gebaut. Das umfasste den Ausbau des bestehenden Rad- und Gehwegs am Ortseingang, um einen möglichst sicheren Übergang des Radverkehrs in den Mischverkehr aus Auto,- Fuß- und Radverkehr zu gewährleisten. Weiterhin haben die Arbeiterinnen und Arbeiter dort eine Mittelinsel zur sicheren Querung angelegt, zudem soll mit Hilfe von Markierungen eine Furt für den Radverkehr entstehen. Taktile Elemente für sehbehinderte Menschen sind ebenfalls Teil des Konzepts. Im Bereich der Berliner Straße soll mit neuen Markierungen der Übergang vom Rad- auf den Straßenverkehr noch klarer und sicherer werden. Auch am Ortseingang von Gisselberg sind neue Bereiche für die sichere An-
und Abfahrt für den Radverkehr entstanden: Der bereits bestehende Rad- und Gehweg wurde so angepasst, dass der Übergang in den Mischverkehr möglichst ohne starke Steigung oder Gefälle möglich ist. Neue Linien sollen auch hier den Weg zur sicheren Auf- beziehungsweise Abfahrt auf die Kreisstraße weisen.
Auch eine Mittelinsel ist für eine sichere Querung angelegt worden. Hinweise auf dem Boden – sogenannte „taktile Elemente“ – sollen zudem insbesondere sehbehinderten Menschen Orientierung geben. Auch eine neue Straßenbeleuchtung wurde installiert, um durch mehr Beleuchtung die Sicherheit bei der Querung des Weges von Gisselberg Richtung Niederweimar und umgekehrt zu erhöhen.
Der Einmündungsbereich der „Helwigswiese“ und der Straße „Zur Fasanerie“ wurde ebenfalls umgestaltet. Die Fahrbahn wurde dort verengt, die bisherigen Flächen für den Rad- und Fußverkehr wiederum vergrößert. Fahrbahn-Markierungen sind auch erneuert worden. Der vorhandene Gehweg nordöstlich der Straße „Helwigswiese“ haben die Beteiligten auf 2,50 Meter verbreitern lassen.
Mit den abgeschlossenen Arbeiten wird der Radverkehr zwischen Niederweimar und Marburg zudem insgesamt verbessert: Denn vom Radweg entlang der K42 führt von Gisselberg ein weiterer Radweg entlang der Gießener Straße bis zur Gisselberger Straße – und damit eine direkte Verbindung in die Universitätsstadt Marburg oder nach Weimar.
* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf