Telefonisch: Polizei warnt wieder vorBetrügern

Die Kriminalpolizei warnt vor Schockanrufen in mehreren Landkreisen. Betrüger gaben sich dabei als angebliche Polizisten aus.
Die Kriminalpolizei im Polizeipräsidium Mittelhessen erhält derzeit vermehrt Mitteilungen über betrügerische Anrufe, die im Laufe des Donnerstags (11. Juni) in mehreren Landkreisen bei Bürgerinnen und Bürgern eingingen. Im Wetteraukreis und im Landkreis Marburg-Biedenkopf gaben sich die Betrüger am Telefon als Polizeibeamte aus. Sie tischen den angerufenen Personen Geschichten von einer angeblichen Einbrecherbande auf.
Ein Teil der Gruppe sei festgenommen worden, ein anderer Teil noch flüchtig. Bei einem Festgenommenen habe man einen Zettel gefunden, auf dem der Name der angerufenen Person stehe. Man gehe davon aus, dass diese nun das nächste Opfer werden solle. Zur Sicherheit werde ein Kollege vorbeikomme und Bargeld sowie Wertsachen vorübergehend in Verwahrung nehmen.
Im Lahn-Dill-Kreis versuchten die Betrüger ihr Glück mit der Masche eines schweren Verkehrsunfalls, den ein nahestehender Angehöriger des Angerufenen angeblich verursacht habe. Dabei sei ein Mensch zu Tode gekommen. Dem Angehörigen drohe nun das Gefängnis. Mit zeitnaher Zahlung einer Kaution könne die Inhaftierung jedoch noch abgewendet werden.
Bislang ist kein Fall bekannt geworden, in dem die Gauner am Donnerstag (11. Juni) mit ihren perfiden Maschen Erfolg hatten. Die Polizei rät dazu, keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse zu geben. „Lassen Sie sich am Telefon von Anrufern nicht unter Druck setzen“, empfahl Polizeisprecher Tobias Schwarz. „Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie selbst bei der Polizei – auch über Notruf 110 – an!“
Die Polizei wird niemals um Geldbeträge bitten. „Ziehen Sie, wenn Sie unsicher sind, Verwandte, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzu“, riet Schwarz. „Übergeben Sie niemals Geld, Wertgegenstände oder Bankunterlagen an unbekannte Personen!“
Außerdem empfiehlt die Polizei innerhalb der Familie und dem Bekanntenkreis Angehörige zu sensibilisieren und auf die Maschen der Betrüger hinzuweisen. Weitere Hinweise zum Schutz vor gängigen Betrugsmaschen finden ich auch unter www.polizei-beratung.de.

* pm: Polizei Marburg

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