Kein Rassismus: Fußball-Show mit Public Viewing beim AquaMar

Gegen Rassismus im Sport wendet sich eine Sportshow mit anschließendem Public Viewing zur Fußball-WM. Die Veranstaltung findet am Sonntag (14. Juni) beim AquaMar statt.
Fußball verbindet – und zeigt zugleich gesellschaftliche Probleme. Denn Rassismus ist auch im Sport Realität. Dieses Thema greift die Stadt Marburg am Sonntag (14. Juni) mit einem Sportevent anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft auf. Neben einer Talkrunde gibt es Mitmach-Aktionen und anschließend gemeinsames Public-Viewing.
„Wir möchten mit dem Sportevent gegen Rassismus bei Fußball-Fans und sportinteressierten Bürger*innen ein Bewusstsein für Diskriminierung und Rassismus im Sport schaffen“, erläuterte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Die Stadt Marburg nimmt die Fußball-Weltmeisterschaft (WM) 2026 in den USA, Mexiko und Kanada zum Anlass, um Rassismus im Sport in den Fokus zu rücken. In Kooperation mit Aldis Stadl und Biergarten findet das Sportevent am Sonntag (14. Juni) von 17 bis etwa 21.30 Uhr in der Sommerbadstraße 41 neben dem AquaMar statt. Die Veranstaltung ist Teil der Umsetzung des städtischen Handlungskonzepts „Für Dialog und Vielfalt – Gegen Rassismus, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit“.
Der Eintritt ist frei. Los geht es mit einer abwechslungsreichen Sportshow. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Spies führt Poetry-Slammer und Fußballfan Lars Ruppel durch den Abend.
Im Mittelpunkt steht ein Talk zum Thema Rassismus im Fußball. Zu den Talk-Gästen gehört David Zabel von „ROOTS – Against Racism in Sports“. Die bundesweit aktive Initiative zur Bekämpfung von Rassismus im Sport hat sich als Ziel gesetzt, gerechtere Zugänge, mehr Repräsentanz und nachhaltige Veränderung im organisierten Sport zu erreichen.
Ebenfalls dabei ist Del-Angelo Williams vom VfB 1905 Marburg. Der aktive Hessenliga-Spieler und ehemalige Drittliga-Profi des FC Hansa Rostock betont: „Fußball hat keine Hautfarbe, im Fußball gibt es nur gut oder schlecht – nichts anderes zählt auf dem Spielfeld.“
Eine weitere Perspektive bringt Nikoleta Gröning ein. Sie beschäftigt sich als Sprecherin der AG Vielfalt des Hessischen Fußball-Verbands, als Vorstandsmitglied des Sportkreises Marburg-Biedenkopf sowie als Ehrenamtsbeauftragte und Koordinatorin für Qualifizierung im Kreisfußballausschuss Marburg auf ganz unterschiedlichen Ebenen mit Rassismus im Sport. „Aufgabe des Fußballs ist es, offenen Rassismus ebenso wie die unsichtbaren Formen in seinen Strukturen zu erkennen und zu benennen“, erklärte sie. „Für die Betroffenen ist Rassismus immer real, auch wenn er nicht immer sichtbar ist – genau deshalb braucht es Aufmerksamkeit für beide Ebenen.“
Ergänzt wird die Sportshow durch einen Poetry-Slam-Beitrag, ein Fußball-Quiz sowie ein Tippspiel mit Preisen. Es folgt Public Viewing: Ab 19 Uhr wird das erste WM-Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao übertragen.

* pm: Stadt Marburg

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