Der Schweizer Generalkonsul Dr. Erik Jakob hat den Pharma-Park besucht. Marburg hat ihn als attraktiver Standort überzeugt.
Hochrangigen Besuch erhielt der Pharma-Standort
: Der Schweizer Generalkonsul Dr. Erik Jakob war zu Gast am „Pharma- und Life-Science-Park“ in Marburg. Während eines gemeinsamen Austauschs mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Vertreter*innen des Standorts sowie der Wirtschaftsförderung des Landes Hessen – der Hessen Trade & Invest GmbH – überzeugte sich der Generalkonsul von den idealen Rahmenbedingungen, die der Standort für Forschung, Entwicklung und Produktion bietet.
Jakob war auf Einladung der Universitätsstadt Marburg zu Gast am Marburger Pharma-Standort. Während seines Besuchs informierte er sich umfassend über die aktuellen ökonomischen Herausforderungen und die großen Potenziale des Standorts. Begleitet wurde er dabei von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Geschäftsführer Dr. Martin Egger vom Standortbetreiber „INNEXIS“, Geschäftsführer Dr. Niklas Schier von der CSL Behring GmbH, Geschäftsführer Dr. Martin Vey von der CSL Innovation GmbH und von Vertreter*innen der Marburger Wirtschaftsförderung sowie Jonas Winkler von der Hessen Trade & Invest GmbH.
Im Zentrum der Gespräche stand die Transformation des Standorts, die nicht zuletzt seit dem vergangenen Jahr durch die angekündigte schrittweise Schließung des Forschungs- und Entwicklungsstandorts von CSL (CSL Innovation GmbH) und nun auch Restrukturierungsmaßnahmen der CSL Behring GmbH in der Produktion beschleunigt wurde. Ähnliche Maßnahmen führen nicht nur in Marburg, sondern auch am Standort Bern in der Schweiz zu Veränderungen. Generalkonsul Jakob war vormals selbst im Bereich der regionalen Wirtschaftsentwicklung tätig. Er betonte diese gemeinsame Herausforderung: „Der Stellenabbau des australischen Pharmakonzerns CSL stellt für Marburg, aber auch für den Standort Bern in der Schweiz, eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar.“ Umso mehr zeigte der Austausch die Möglichkeiten und Potentiale, um gemeinsam aus den Erfahrungen zu lernen und neue Perspektiven für die betroffenen Standorte zu entwickeln.
Der Schweizer Generalkonsul zeigte sich beeindruckt von den Möglichkeiten in Marburg: „Ich möchte Ihnen mein Kompliment zu diesem starken Standort aussprechen. Ich bin wirklich beeindruckt von dem, was hier geleistet wird und wie die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Universität sowie dem Land Hessen gesucht und gefördert wird. Die Vorstellung der aktuellen Entwicklungen am Standort habe eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch der Pharmastandort Marburg ist und wie konstruktiv dort Veränderungen auch als Chancen verstanden werden. „Der Pharma- und Life-Sciences-Standort in Marburg bietet ideale Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Produktion“, sagte der Generalkonsul.
Oberbürgermeister Spies betonte die Bedeutung der Branche für die Region und die kontinuierliche Unterstützung durch die Stadt: „Wir sind stolz auf die Innovationskraft, die Marburg auch heute und in Zukunft auszeichnet. Derzeit arbeiten wir mit verschiedenen Partnern intensiv an Perspektiven für den Standort. Hierbei sind wir auf einem sehr guten Weg, um Marburg als Ort für biotechnologische Forschung zu erhalten und auszubauen. Der Besuch von Generalkonsul Dr. Jakob zeigt wieder einmal, was der Life-Science-Standort Marburg zu bieten hat: Eine exzellente Infrastruktur, sehr gut ausgebildete Fachkräfte, eine enge Verbindung zu den regionalen Universitäten und Hochschulen und eine Stadt, die nicht nur ein attraktiver Standort für Unternehmen ist, sondern auch ein lebenswerter Ort für die Menschen, die hier arbeiten und forschen.“
Das betonte auch Geschäftsführer Vey von CSL Innovation. Trotz Rückzug engagiert sich das Unternehmen im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit weiterhin stark für den Standort: „Wir wollen die hervorragende Infrastruktur in Marburg gemeinsam weiterentwickeln und damit einen verlässlichen Beitrag zur Zukunft des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Mittelhessen leisten.“
Auch Standortleiter Schier von CSL Behring unterstrich die Bedeutung des Standorts: „Marburg ist ein Schlüsselstandort im globalen CSL-Netzwerk und ein bedeutender Baustein der biotechnologischen Wertschöpfung in Deutschland. Der kontinuierliche Dialog mit politischen Akteuren und internationalen Partnern ist dabei essentiell, um gemeinsam Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Mit Investitionen von rund 100 Millionen Euro in diesem Geschäftsjahr stärken wir gezielt die industrielle Innovationskraft, sichern qualifizierte Arbeitsplätze und bekennen uns klar zur langfristigen Verantwortung von CSL für den Standort Marburg und die Region.“
Geschäftsführer Egger von der INNEXIS Unternehmensgruppe gab eine Führung über das Gelände und stellte ebenfalls die Möglichkeiten heraus, die sich aus der Zusammenarbeit verschiedener Akteur*innen und der Transformationskraft des Standorts ergeben: „Als Eigentümer und Betreiber von Pharma- und Life-Science-Parks sowie Anbieter spezialisierter Infrastrukturlösungen, haben wir als INNEXIS das Ziel, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich Unternehmen aus der Pharma- und Biotech-Branche konsequent auf ihr Kerngeschäft fokussieren können. Der Standort Marburg überzeugt dabei nicht nur durch die großen Erfolge der vergangenen Jahre, sondern vor allem durch vielfältige Entwicklungsperspektiven, die hohe Verbundenheit der rund 7.000 hochqualifizierten Mitarbeitenden sowie ein starkes regionales Ökosystem aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.“
Im Bereich Nachhaltigkeit verfolgt Marburg ehrgeizige Ziele. So strebt der Pharma-Park einen klimaneutralen Betrieb bis 2030 an. Dafür investiert INNEXIS in Projekte wie den Bau eines eigenen Windparks und innovative Speicherlösungen, um eine zukunftssichere und umweltfreundliche Energieversorgung zu gewährleisten.
„Als Hessen Trade & Invest GmbH arbeiten wir schon seit vielen Jahren eng mit der Wirtschaftsförderung Marburg und INNEXIS zusammen“, berichtete Jonas Winkler von der Hessen Trade & Invest GmbH. „Auch das Schweizer Generalkonsulat ist ein wichtiger Partner für Kooperationsprojekte mit der Schweiz in Hessen. Durch das Zusammenbringen aller Akteure konnten wir spannende neue Perspektiven für den Pharma-Standort Marburg gewinnen und Anknüpfungspunkte für zukünftige Aktivitäten finden“.“
Der Besuch des Schweizer Generalkonsuls Jakob unterstreicht die internationale Relevanz und die positiven Zukunftsaussichten des Pharma-Standorts Marburg. Trotz der globalen Herausforderungen beweist Marburg seine Position als dynamisches und zukunftsorientiertes Zentrum für die Pharma- und Life-Science-Industrie.
* pm: Stadt Marburg