Bis Advent: Umgestaltung der Liebigstraße geht voran

Freie Fahrt im ersten Bauabschnitt auf der Liebigstraße gibt es nach Ostern. Das gesamte Bauprojekt soll bis zum Advent abgeschlossen sein.
In der Liebigstraße entstehen neue Leitungen, Granitpflaster und mehr Raum für die Gastronomie. die Liebigstraße im Marburger Südviertel wird seit gut einem Jahr grundhaft saniert. Der erste Bauabschnitt ist nun fertiggestellt. Dort kann ab Dienstag (7. April) wieder gefahren, geparkt und gegangen werden – das gilt aber vorerst nur für Anlieger.
In drei Abschnitten wird derzeit die Liebigstraße in Marburg Stück für Stück umfassend saniert. Der erste Bauabschnitt ist nun offiziell fertiggestellt und wieder geöffnet: Von der Kreuzung Gutenbergstraße bis in Höhe der Hausnummer 14 sind die teils bis zu 100 Jahre alten Ver- und Entsorgungsleitungen durch die Stadtwerke Marburg ausgetauscht, Fernwärme verlegt, helles Natursteinpflaster verlegt und die Pflanzbeete für Bäume und Sträucher vorbereitet.
Das bedeutet: Aus Richtung Gutenbergstraße ist die Liebigstraße ab Dienstag (7. April) wieder befahrbar. Erreichbar ist sie als Sackgasse für den Anliegerverkehr. Die Parkplätze für die Anwohnenden sind freigegeben.
Nun ist die Liebigstraße mittlerweile aus Richtung Haspelstraße gesperrt. Dort wird seit rund vier Wochen am zweiten Bauabschnitt gearbeitet. „Wir haben zeitweise parallel an beiden Abschnitten gearbeitet und die ganze Straße gesperrt“, erklärte Stadtrat Dr. Michael Kopatz. „Das war eine höhere Belastung für die Anwohner*innen und die Unternehmen und wir bedanken uns sehr für das Verständnis und die individuellen Lösungen, die wir in dieser Zeit miteinander gefunden haben.“
Fachbereichsleiter Karsten Dittmar von der Stadt Marburg erläuterte: „Durch den langen Winter hatten wir eine längere Baustellenpause als geplant. Deswegen mussten wir mit dem zweiten Bauabschnitt anfangen, bevor der erste abgeschlossen war. Wir haben den Unternehmen versprochen, vor dem Weihnachtsgeschäft die Liebigstraße fertig saniert zu haben – daran möchten wir uns halten und deshalb mussten wir Zeit aufholen.“ Auch er dankte für die Kooperation und das Verständnis der Anwohnerschaft.
Der zweite Bauabschnitt läuft nun wie der erste Teil ab: Ver- und Entsorgungsleitungen werden ausgetauscht, Hausanschlüsse neu gemacht, die Stadt Marburg sorgt dann für eine grundauf frisch sanierte Straße mit hellem Pflaster, mit Parkplätzen, Sitzbereichen für die Gastronomie und mit Bäumen und anderen Bepflanzungen.
Dieser Abschnitt soll bis August abgeschlossen sein. Dann folgt die dritte Bauphase: die Kreuzung Haspelstraße/Liebigstraße soll vor dem Ersten Advent fertiggestellt sein.
Ein letzter Arbeitsschritt fehlt dann noch: „Die Bepflanzung der neuen Beete in der gesamten Liebigstraße mit Bäumen und Stauden erfolgt spätestens im Frühjahr 2027“, kündigte Kopatz an. „Ich freue mich schon darauf.“
Für die Hauptverkehrswege zu den Parkhäusern an der Schulstraße und der Wilhelmstraße und für den Einzelhandel gibt es derzeit keine Beeinträchtigungen. Die Liebigstraße bleibt aus Richtung Gutenbergstraße bis zur Hausnummer 14 erreichbar. Die Umleitung für den Radverkehr führt in beide Richtungen über die Wilhelmstraße, der Autoverkehr wird über die Universitätsstraße umgeleitet. Der Busverkehr ist nicht betroffen.
Die Stadtwerke Marburg (SWM) erweitern kontinuierlich ihr Fernwärmenetz, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Zugleich müssen Leitungen für Strom, Gas, Wasser und Abwasser in der Liebigstraße erneuert werden. Weil in diesem Zuge die Straße komplett geöffnet werden muss, arbeiten Stadtwerke und Stadt Marburg bei solchen Projekten Hand in Hand und stimmen sich aufeinander ab: Die Stadtwerke erneuern die Leitung, die Stadt Marburg saniert die Straße. Günstiger für alle Partner ist, wenn solche Maßnahmen gemeinsam angepackt werden. Insgesamt investieren Stadt und Stadtwerke voraussichtlich rund 3,8 Millionen Euro in das Projekt.
Die Stadt Marburg hat zudem die gesetzliche Verpflichtung, für Abkühlung an Hitzespots in der Stadt zu sorgen und die Menschen damit gerade in Hitzesommern zu schützen. Die bisher mit schwarzem Schlackepflaster versiegelte und ohne Bäume gestaltete Liebigstraße ist ein solcher Ort, der sich im Sommer übermäßig erhitzt und auch in der Nacht mitunter kaum abkühlt. Die Stadtverordnetenvers#ng (StVV) hat daher beschlossen, dass mehr Grünflächen und Freiflächen im öffentlichen Raum entstehen müssen, um die Menschen zu schützen.
Ein Beispiel dieser Stadtgestaltung, die sich an den Klimawandel anpasst, ist die Liebigstraße. Dort werden 16 Pflanzbeete gebaut, mehr Barrierefreiheit und Platz für die Gastronomie geschaffen bei gleichzeitiger Beibehaltung möglichst vieler Parkplätze. Die Maßnahme wurde im Vorfeld mit den Anwohnerinnen und Anwohnern abgestimmt.

* pm: Stadt Marburg

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