Am Arbeitsmarkt: Vielfalt leben und Fachkräfte gewinnen

Arbeitgeber können sich ab Sonntag (15. Februar) für das Gütesiegel „Interkulturelle Vielfalt Leben“ bewerben. Erstmals ist das über eine Online-Plattform möglich.
Bereits zum sechsten Mal können sich Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für das Gütesiegel „Interkulturelle Vielfalt Leben“ bewerben. Erstmals geht das einfach über eine Online-Plattform. Das Siegel zeichnet Unternehmen und Organisationen aus, die Menschen mit Migrationsgeschichte einen guten Einstieg ins Berufsleben ermöglichen. Bewerbungszeitraum ist der 15. Februar bis zum 31. Mai.
„Das Gütesiegel ist ein klares Bekenntnis für Vielfalt und gegen Ausgrenzung“, erklärte Stadträtin Kirsten Dinnebier. „Es stärkt internationale Fachkräfte und Menschen mit Migrationsgeschichte am Arbeitsplatz.“
Indem Arbeitgeber*innen die interkulturelle Vielfalt in ihren Teams förderten, setzten sie nicht nur ein Zeichen gegen Rassismus, sondern entwickelten auch neue Chancen für die eigene tägliche Arbeit. Das Gütesiegel „Interkulturelle Vielfalt LEBEN“ schreibt die Stadt Marburg zusammen mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf alle zwei Jahre aus. Bewerben können sich Unternehmen, Freie Träger und Verwaltungen.
Für Großbetriebe, beziehungsweise große mittelständische Unternehmen sowie Kleinst- und Kleinbetriebe wird eine Differenzierung vorgenommen. Möglich ist die Bewerbung auch für Arbeitgeber*innen, die bereits ausgezeichnet wurden. Sie können so neue Punkte hinzugewinnen.
„Die Auszeichnung macht gelebte Willkommenskultur der Unternehmen und Institutionen sichtbar“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Peter Neidel. Sie sei „ein positives Signal für Bewerberinnen und Bewerber und damit ein Instrument für die Gewinnung von Fachkräften“. Zuletzt wurde 2024 das Engagement von 21 Unternehmen mit dem Gütesiegel ausgezeichnet, die sich aktiv für kulturelle Vielfalt in ihren Organisationen einsetzen. Insgesamt haben Stadt und Landkreis bereits 40 Organisationen mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.
Für die Bewerbung beantworten die Organisationen Fragen in verschiedenen Bereichen – vom Ankommen im Betrieb über faire Zusammenarbeit bis hin zur Vernetzung mit verschiedenen Akteur*innen in der Region. Ausbildungsprogramme, spezielle Angebote der Berufsorientierung, Einstiegsqualifizierungen oder soziale Unterstützung (beispielsweise bei der Wohnungssuche) – dies sind nur ein paar der Beispiele, wie Integration in Arbeit gelingen kann. Mehr über diese und weitere Best-Practice-Beispiele lernen interessierte Organisationen im Gütesiegel-Netzwerk. Dort vernetzen sich Arbeitgeber*innen aus der Region, lernen voneinander und tauschen sich zweimal jährlich zu bestimmten Themen in Workshops aus.
Ab Sonntag (15. Februar) können sich Arbeitgeber*innen online registrieren und das Bewerbungsformular ausfüllen unter www.marburg.de/guetesiegel. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31. Mai 2026 haben Arbeitgeber*innen weiterhin Zugriff auf ihre Bewerbung. So ist es innerhalb dieses Zeitraums möglich, die Bewerbung zwischenzuspeichern, zu einem anderen Zeitpunkt fertigzustellen sowie zu bearbeiten.
Für Rückfragen gibt es eine regelmäßige Sprechstunde zum Gütesiegel. Sie findet immer freitags von 10 bis 12 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es beim Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung unter der Rufnummer 06421/201-1096 oder per Mail an wir-vielfaltszentrum@marburg-stadt.de.

* pm: Stadt Marburg

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