Anregung für 2026: Ausstellung in der Pfarrkirche über Rassismus

Die Ausstellung „Was ihr nicht seht“ wurde am Wochenende in der Lutherischen Pfarrkirche eröffnet. Diese Wanderausstellung mit Erfahrungsberichte von schwarzen Menschen in Deutschland ist noch bis zum 15. Februar zu sehen
Der Student Dominik Lucha hat das Projekt ins Leben gerufen. Er stellt einen Kanal auf Instagram zur Verfügung, damit schwarze Menschen anonym über ihre Erfahrungen berichten können – „und weiße Menschen lernen, antirassistisch zu werden“. Vikarin Hannah Janssen hat die Ausstellung in die Pfarrkirche geholt, um zu zeigen, dass Rassismus für schwarze Menschen in Deutschland weiterhin alltäglich ist. „Es werden einzelne Erfahrungen in der Ausstellung präsentiert, aber in der Summe wird klar, dass Rassismus eben kein Einzelphänomen ist, sondern Alltag“, sagte Janssen.
„Ich fragte eine ältere Dame nach dem Weg. Sie war völlig verängstigt und zog ihre Handtasche fest an sich.“ Erfahrungen wie diese werden auf Tafeln präsentiert und vergegenwärtigen, dass Rassismus oft nicht wahrgenommen wird in der Gesellschaft. Es sind nicht nur Übergriffe und Anfeindungen, sondern auch Situationen wie diese, die Menschen mit schwarzer Hautfarbe nach wie vor erleben müssen.
Am Sonntag (25. Januar) wird sie den Gottesdienst um 10 Uhr dem Thema „Rassismus“ widmen. Gemeinsam mit dem Theologie-Studenten Mawuli Assimadi wird er eine weiße und eine schwarze Perspektive einbringen. Der Chor „Joy of Life“ gestaltet den Gottesdienst mit Weltmusik.

* pm: Evangelischer Kirchenkreis Marburg

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