Vorsätze für 2026: Neujahrsempfang der Stadt Marburg im EPH

Als Vorsätze für 2026 hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies beim Neujahrsempfang der Universitätsstadt Marburg „mehr Respekt und Freundlichkeit“ genannt. Zudem sollten die Stimmberechtigten wählen gehen.
Viele Menschen machen sich für das neue Jahr gute Vorsätze. Beispielsweise wollen sie mehr Sport machen, Dankbarkeit zeigen oder eine gute Work-Life-Balance. Themen, die die Universitätsstadt Marburg im Jahr 2026 bewegen werden, hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies am Samstag (17. Januar) in seiner Rede vor mehr als 850 Gästen im Erwin-Piscator-Haus (EPH) ebenfalls mit guten Vorsätzen verknüpft mit dem Aufruf, wählen zu gehen und so die Demokratie zu stärken.
Mehr Sport zu machen, wird mit den Angeboten der Vereine und der Stadt Marburg auch 2026 kein Problem. So gibt es etwa weiter die offenen Bewegungsangebote von „KOMBINE“ und den beliebten Familientriathlon.
Auch beim guten Vorsatz „bessere Work-Life-Balance“ wird die Stadt Marburg tatkräftig helfen und die Wirtschaft und die Sicherung von Arbeitsplätzen unterstützen – aber ebenso die Lebensqualität in Marburg fördern. Das sind Freizeitangebote, Kultur und soziale Angebote. „Wir sind das soziale Herz Deutschlands“, betonte Oberbürgermeister Spies. „Das ist eine Haltung, die unsere Stadt zu so einem wunderbaren Ort macht, auch wenn es mal schwieriger wird.“
Herausfordernd ist in Marburg derzeit – wie in den meisten anderen Kommunen in Deutschland – die finanzielle Situation. Dazu berichtete das Stadtoberhaupt den Gästen aus dem Ehrenamt, der Stadtpolitik, der Wirtschaft und der Forschung: „Kommunen übernehmen 25 Prozent der öffentlichen Aufgaben, erhalten aber nur 14 Prozent der Steuern.“ Nun habe Marburg wieder nahezu gleiche Einnahmen wie vor Corona – aber seither mehr als 20 Prozent Preissteigerungen. Die Rücklagen aus den Mehrreinnahmen während Corona helfen der Stadt nun dabei, den Haushalt selbstbestimmt zu konsolidieren.
Spies bedankte sich bei den Fraktionen im Stadtparlament und den Beschäftigten der Stadtverwaltung, die gemeinsam daran arbeiten. Und dabei betonte Spies das Motto „Marburg miteinander“ auch in diesem Jahr: „Wir halten zusammen – gerade, wenn es schwierig wird.“
Dankbarkeit war dann auch einer der zentralen Vorsätze, von denen sich Spies wünschte, dass die Menschen in diesem Jahr stärker mit Wertschätzung, Miteinander und Freundlichkeit begegnen können. „Dann ist das Glas auch immer halb voll“. Auch weitere verbreitete Vorsätze der Menschen stellte OB Spies in seiner Rede in Zusammenhang mit städtischem Handeln. „Sich mal wieder melden“ war so ein Vorsatz.
Damit meinte Spies nicht nur, öfter mal wieder Familie und Freunde anzurufen – sondern sich auch zu Wort zu melden, wenn es um die Stadt und die Demokratie geht: Man solle sich einbringen bei der Bürgerbeteiligung und in 2026 vor allem auch wählen gehen bei der anstehenden Kommunalwahl.
„Mehr Raum für die Familie“ ist ebenfalls ein wichtiger Vorsatz. Auch für die Stadt Marburg. Für eine gute „Stadtfamilie“ brauche es alle. „Vor allem unsere Kinder sollen bestmöglich aufwachsen“, betonte Spies. Die Stadt arbeite weiter daran, die Schulen und Kitas noch besser zu machen und mehr zu bieten als reine Betreuung. Es gehe darum „Bildungschancen-Orte“ zu schaffen, mit Räumen zum Lernen, Entdecken und Mitgestalten.
Aber was brauchen die Menschen in der Stadtfamilie ganz persönlich? Und was wünschen sie sich für die Stadt Marburg in 2026? Das haben Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) und Passant*innen in Kurzvideos beantwortet. Die Wünsche waren vielseitig: Mehr ÖPNV, mehr Döner, mehr gute Laune, bessere Radwege, mehr Raum zum Spielen, Schutz für die Tiere im Wald und dass die Menschen ihren Müll nicht auf die Straße werfen – oder einfach mehr Miteinander, mehr Liebe füreinander und ein bisschen mehr Dankbarkeit.
Ordentlicher zu werden nehmen sich auch viele Menschen vor. Für die Stadt heißt das, immer weiter an der Sauberkeit aber auch der Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum zu arbeiten. „Das ist auch Prävention und hilft, dass sich alle in Marburg sicher und willkommen fühlen. Unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Alter.“
Den Abend läutete die Musikschule ein – das Trio „Die Vielsaitigen“ spielte unter anderem Animé von Jean Cras. Musikalisch wurde es auch mit der Marburgerin Luna Fenner. Die Finalistin der Casting-Show „The Voice Kids“ bezauberte etwa mit „Killing me softly“ von den Fugees. Ordentlich Schwung brachten die Breakdancer der „Young Machinez Crew“ mit, die seit fünf Jahren auf nationaler und internationaler Bühne ihr Können zeigen. Für den musikalischen Rahmen beim inoffiziellen Teil des Abends sorgte dann die Band „Warehouse“, während die Gäste sich über ihre Vorsätze und viele andere Themen austauschten.

* pm: Stadt Marburg

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