Auch 2026 haben Sternsinger wieder Segen ins Landratsamt gebracht. Die Kinder haben eine religiöse Formel an der Eingangstür angebracht und Lieder gesungen.
Sternsingerinnen und Sternsinger aus den katholischen Kirchengemeinden St. Michael und St. Elisabeth Schröck haben am Mittwoch (7. Januar) das Marburger Landratsamt besucht. In diesem Fall haben sie dem Jesus-Kind nicht Gold, Weihrauch und Myrrhe nach Bethlehem gehab, sondern ihren Segen in das Landratsamt. Landrat Jens Womelsdorf hat die jungen Menschen vor Ort empfangen.
„Ich freue mich jedes Jahr über euren Besuch und dass ihr den Segen in das Landratsamt bringt“, sagte der Landrat zu den Sternsingerinnen und Sternsingern. „Dafür vielen Dank!“
Als „Heilige drei Könige“ Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet sangen die Kinder Lieder und brachten die Segensformel „20*C+M+B+26“ über der Eingangstür des Landratsamts an.Der Stern in der Segensformel symbolisiert den Stern, dem die drei Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Er ist das Zeichen für Christus.
Die Buchstaben und Zeichen „C+M+B“ stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ oder auf Deutsch „Christus segne dieses Haus“. Volkstümlich werden die drei Buchstaben als Kürzel für die überlieferten Namen der drei Weisen verstanden. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der diesjährigen Aktion. Beispielland der Aktion ist Bangladesch, inhaltlich steht der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt. Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen in dem südasiatischen Land noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten – 1,1 Millionen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen.
Die Aktion bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Zudem werden sie so ermutigt, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechte Welt zu gestalten.
Die Sternsingerinnen- und Sternsinger-Aktion gilt als die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Das tut sie seit 1959. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf