Geredet: Veranstaltung zu Feminismus und Demokratie

Einen Vortrag und Workshops zu „Feminismus und Demokratie“ gibt es am Samstag (22. November) im Erwin-Piscator-Haus. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch (12. November) mötlich.
Was hat Feminismus mit Demokratie zu tun? Um unter anderem diese Frage geht es am Samstag (22. November) von 10 Uhr bis 15.30 Uhr im Erwin-Piscator-Haus (EPH) an der Biegenstraße. Unter dem Titel „Feminismus und Demokratie. Antifeminismus erkennen, Demokratie stärken“ setzen sich Teilnehmende in Vorträgen und Workshops mit eben diesen Themen auseinander.
Nach einem Grußwort von Stadträtin Kirsten Dinnebier erläutern Ulla Wittenzellner und Sarah Klemm vom Wissensinstitut für Bildung und Forschung, was Antifeminismus ist und wie er als eine Art „Brücke“ zur extremen Rechten wirkt. Im Anschluss werden mehrere Workshops angeboten, aus denen einer ausgewählt werden kann: Der erste Workshop behandelt Umgangsstrategien mit Sexismus im Alltag. In diesem Workshop werden Handlungs- und Argumentationsstrategien für den Umgang mit sexistischen und antifeministischen Situationen gesammelt und besprochen.
Workshop 2 trägt den Titel „My body, my choice, my life (Mein Körper, meine Wahl, mein Leben“). Wie würde ein selbstbestimmtes Leben aussehen, in dem zentrale feministische Forderungen umgesetzt sind? Der Workshop will darin bestärken, sich für die eigenen Rechte einzusetzen und auch andere darin zu unterstützen.
Workshop 3 behandelt Feministische Rechtspolitik: Die Bandbreite der Themen, die unter dem Begriff der „feministischen Rechtspolitik“ zusammengefasst werden können, ist groß. Der Workshop zeigt an Beispielen, wie feministische Strömungen rechtspolitische Reformen beeinflussen und begleiten können. Teilnehmende sind eingeladen, sich zu aktuellen rechtspolitischen feministischen Debatten auszutauschen und sie zu diskutieren. Juristische Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
In den vergangenen Jahren kam es zu Veränderungen im Geschlechterverhältnis. Dabei scheinen bestimmte Formen von Männlichkeit immer häufiger mit antidemokratischem Verhalten verbunden zu sein. Im viertem Workshop geht es um die Fragen: „Wie zeigt sich autoritäre Männlichkeit heute? Welche Auswirkungen hat das auf Demokratie?“ Nach der Mittagspause wird es Gelegenheit geben, sich zu vernetzen und auszutauschen.
Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation der Volkshochschule Marburg, des städtischen Referats für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung, der Arbeitsgruppe „Feminismus“ im „Marburger Netzwerk für Demokratie und gegen Rechtsextremismus“ und des Demokratiezentrums der Philipps-Universität Marburg. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sich unter www.vhs-marburg.de/feminismus-und-demokratie. Die Anmeldung ist bis Mittwoch (12. November) unter Angabe des Workshop-Wunschs möglich.

* pm: Stadt Marburg

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