Eilen zum Heilen: 149 neue Ärztinnen und Ärzte feierten Abschluss

Eine neue Generation Ärztinnen und Ärzte startet in den verantwortungsvollen Beruf. Den Auftakt dazu bildete eine zeremonielle Absolventenfeier der Humanmedizin an der Philipps-Universität.
Mit einer feierlichen Zeremonie würdigte der Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg am Samstag (24. Januar) seine Absolventinnen und Absolventen der Humanmedizin. Insgesamt 149 Medizinstudierende haben Ende 2025 erfolgreich das Dritte Staatsexamen abgelegt und damit die ärztliche Approbation erlangt. Sie treten nun als neue Generation von Ärztinnen und Ärzten in einen verantwortungsvollen Beruf ein – mit hoher fachlicher Kompetenz und einem besonderen Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft.
Ein Großteil der Absolventinnen und Absolventen nahm gemeinsam mit ihren Angehörigen an der traditionellen Examensfeier in der Universitätsbibliothek teil. Die Zeremonie unterstrich eindrucksvoll den Anspruch der Philipps-Universität Marburg, medizinische Exzellenz, ethische Verantwortung und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden. Mit der höchsten Zahl ausgebildeter Ärztinnen und Ärzte unter den hessischen Universitäten steht sie für Exzellenz in der medizinischen Lehre und leistet damit einen unverzichtbaren, systemrelevanten Beitrag zur Gesellschaft – Werte, die die Absolventinnen und Absolventen nun in ihren ärztlichen Berufsalltag tragen werden.
Gekleidet in traditionellen Talaren verliehen die Absolventinnen und Absolventen der Veranstaltung einen besonders feierlichen Charakter. Mehr als 500 Gäste füllten den modernen Veranstaltungsort. Für besondere Atmosphäre sorgte der musikalische Beitrag des Ensembles „Lia & the Jazz“ mit Chantelle Anwari und Sebastian Anhäuser.
Durch das Programm führte Studiendekan Prof. Dr. Hinnerk Wulf, der zugleich das Grußwort sprach. Ein weiteres Grußwort richtete Dr. Paul Otto Nowak von der Bezirksärztekammer Marburg an die Absolventinnen und Absolventen. Er d betonte die Bedeutung ärztlicher Verantwortung und berufsethischer Haltung zu Beginn der ärztlichen Laufbahn.
Der Festvortrag von Prof. Dr. med. Ivica Grgic (Klinik für Innere Medizin / Schwerpunkt Nephrologie & Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin) stand unter dem Titel „Digitale Medizin – Chancen, Risiken, Perspektiven“. In seinem Vortrag spannte er den Bogen zwischen den enormen Möglichkeiten digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz in der Medizin und den ethischen Grenzen ihres Einsatzes.
Medizin – so Grgic, – sei mehr als Mustererkennung – sie sei Urteilsvermögen. Verantwortung könne letztlich nur der Mensch übernehmen. Vertrauen sei nach wie vor das kostbarste Instrument der ärztlichen Tätigkeit. In Anlehnung an das ärztliche Gelöbnis und die hippokratische Tradition erinnerte er daran, dass es „eine Zeit zu heilen, eine Zeit zu kämpfen, aber auch eine Zeit loszulassen“ gebe – und dass der Moment kommen müsse, in dem Technik aus Respekt und Würde vor dem Menschen schweigt.
Besonders persönlich wurde die Feier durch die berührenden Ansprachen der Absolventinnen Bibiane Kronemann und Svenja Welzel, die stellvertretend für ihren Jahrgang auf Studienzeit, Herausforderungen und gemeinsame Erfahrungen zurückblickten. Mit großer Wortgewandtheit und feinem Humor verstanden sie es, persönliche Erlebnisse und gemeinsame Erinnerungen zu verarbeiten, bewegten das Publikum bis zu Tränen und schufen einen Moment, der den Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem Preise für herausragende Leistungen in der Lehre verliehen. Die Auszeichnungen überreichte Alexandra Mertens von der Fachschaft Medizin an Prof. Dr. Ralf Kinscherf vom Institut für Anatomie und Zellbiologie, Prof. Dr. Carsten Denkert vom Institut für Pathologie sowie an den Akademischen Rat Roman Richter.

* pm: Philipps-Universität Marburg

Kommentare sind abgeschaltet.